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Wollerau
27.01.2021

Bilinguales Angebot statt SekPro

Mit einem bilingualen Angebot soll das, was mit der Sekpro begonnen wurde, auf eine andere Art weitergeführt und die gemachten Erfahrungen genutzt werden. (Bild: Keystone) Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY
Ab kommendem Schuljahr gibt es bei der Sek eins Höfe neu ein bilinguales Angebot in der Riedmatt in Wollerau und der Weid in Pfäffikon. Dieses ersetzt die frühere Sekpro, die nicht mehr weitergeführt werden darf.

Im letzten September lehnte das Schwyzer Stimmvolk an der Urne die Änderung des Volksschulgesetzes ab, was die Weiterführung von bilingualen Leistungsklassen verunmöglicht. Dies bedeutet konkret für die Sek eins Höfe, dass ab dem Schuljahr 2021/22 keine SekPro-Klassen mehr gebildet werden dürfen.

«Wir möchten trotzdem weitergeben, was wir gelernt haben – in veränderter Form», formuliert Schulleiter Adrian Reinhard das neue Ziel. Deshalb bietet man ab kommendem Sommer neu bilinguale Klassen an. «Die bilinguale ist grundsätzlich eine normale Sek-Klasse», erklärt er. Also keine Leistungsklasse. Grundsätzlich kann sich jeder Schüler dafür anmelden. Er muss jedoch bereit sein, freiwillig einen Mehraufwand zu leisten. «Die Zielgruppe ist dieselbe wie bei der SekPro», erklärt Reinhard.

Freude am Englisch ist nötig

Vorgesehen ist, dass die Fächer Mathematik, RZG (Räume, Zeiten, Gesellschaften) sowie Natur und Technik (ab dem 2. Jahr) hauptsächlich in Englisch unterrichtet werden. Weitere Fächer, zum Beispiel Musik, Sport, Bildnerisches Gestalten oder ein Wahlfach, können teilweise in Englisch unterrichtet werden.

Die Sek eins Höfe überarbeitet zudem auf Sommer 2022 ihre Begabten- und Begabungsförderung (BBF), wovon die bilinguale Sek einen Teil bildet. Im neuen BBF-Konzept sollen nicht nur sprachliche Fähigkeiten und Interessen gefördert werden, sondern auch Kreativität, Mathematik, Informatik und so weiter. So werden zugleich die bilinguale, als auch die normale Sek gestärkt.

Ankündigung stösst auf gute Resonanz

Die bilinguale Sek wurde vor den Weihnachtsferien das erste Mal konkret angekündigt. Die Resonanz darauf sei positiv gewesen, es gebe regelmässig Anfragen für die bilinguale Klasse. Reinhard betont, dass die bilinguale wie auch die «normale» Sek eine Vorbereitung im Hinblick auf den Übertritt an das Gymnasium, an weiterführende Schulen (FMS, HMS) sowie Berufslehren (mit BMS) sind. 

Vollständiger Bericht in den Prinzeitungen «March-Anzeiger» und «Höfner Volksblatt» zu lesen.

Patrizia Baumgartner, Redaktion March24 und Höfe24