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Kanton
28.09.2020
28.09.2020 10:06 Uhr

Ein Schwyzer Graben?

Bild: zvg
Ein Kommentar von Chefredakteur Stefan Grüter zur gestrigen Abstimmung über die Einführung von Leistungsklassen im Kanton.

Ist es ein Graben, der sich aufgrund der gestrigen Abstimmung über die Schaffung von Leistungsklassen auf der Sek-1-Stufe durch den Kanton Schwyz zieht?

Ich meine Ja, aber der Graben ist nicht neu. Die Karte mit den Abstimmungsergebnissen der Schwyzer Gemeinden ist beinahe deckungsgleich mit den jeweiligen Karten, die im Zusammenhang mit der Nachfrage nach und den Preisen von Immobilien veröffentlicht werden.

Gefragt sind die Höfe, die Untermärchler Gemeinden Lachen und Altendorf sowie der Bezirk Küssnacht. Da siedeln sich nun halt mal die Familien an, die sich von der Herkunft her an Privatschulen gewöhnt sind, beziehungsweise in deren Herkunftländer die öffentliche Schule einen schlechten Ruf hat.

Alpthal, die Gemeinde auf der Nordseite der Mythen, hat mit 76,7 Prozent am deutlichsten Nein gesagt. Auf der anderen Seite Wollerau, wo 63,6 Prozent der Stimmberechtigten den Bezirken die Möglichkeit geben wollten, solche Leistungsklassen einzuführen.

Während Englisch auf den Wollerauer Strassen die deutsche Sprache zunehmend verdrängt, sind es in Alpthal höchstens die paar Touristen, die sich auf ihrem Ausflug auf die Holzegg in englischer Sprache unterhalten. Das ist nun mal so.

Zwei Massnahmen helfen, diesen Graben nicht grösser werden zu lassen beziehungsweise mit diesem Graben zu leben: Die Anliegen der Befürworter der Sekpro sind in die künftige Ausgestaltung des Volksschulgesetzes miteinzubeziehen, was Bildungsdirektor Michael Stähli verspricht.

Und den Zuziehenden in unsere Region muss zweifelsfrei klar gemacht werden, dass unsere Volksschule eine sehr gute Schule ist – diesen Part will der Höfner Schulpräsident Guy Tomaschett übernehmen.

Stefan Grüter, Redaktion March24/Höfe24