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Kanton
25.01.2021

Corona bereitet am meisten Sorge

Bild: unsplash
42 Prozent der Schwyzerinnen und Schwyzer haben Angst vor Corona, 38 Prozent Sorge vor zu hohen Krankenkassen-Prämien. An dritter Stelle liegt die zunehmende Unsicherheit der weltpolitischen Lage. Am wenigsten Sorgen bereiten Beziehungsprobleme.

Eine repräsentative Umfrage im Auftrag unserer Zeitung zeigt: Das zurzeit in den Medien dominierende Thema ist auch dasjenige, das den Schwyzerinnen und Schwyzern am meisten Sorge bereitet. Auf die Frage «ich lese Ihnen ein paar Sachen vor und Sie sagen mir bei jeder, ob Sie da grosse, mittlere oder kleine Angst oder Sorge haben» gaben 42 Prozent aller Befragten zur Auskunft, dass sie grosse Angst vor Corona haben.

Praktisch gleich viele – 39 Prozent – haben mittlere Angst. Am zweitmeisten belastet die Schwyzerinnen und Schwyzer die Sorge über die zu hohen Krankenkassen-Prämien. 38 Prozent haben grosse Sorge, 41 Prozent mittlere. Rund ein Drittel hat Angst vor der zunehmenden Unsicherheit der weltpolitischen Lage.

Die Arbeitslosigkeit, die wachsende Umweltbelastung, die Sicherheit von der AHV und zu viele Ausländer bereiten zwischen 28 und 29 Prozent aller Befragten grosse Sorge. Rund einem Viertel machen die Sorge um Familienmitglieder sowie der Terrorismus Angst. Stress am Arbeitsplatz, Krankheit/Gesundheit und Digitalisierung scheinen die Schwyzerinnen und Schwyzer momentan nicht zu belasten, antwortete doch die Mehrheit, dass sie sich darüber nur kleine Sorgen macht. Und ganz am Schluss stehen die Beziehungsprobleme. Hier gaben rund drei Viertel an, nur kleine Angst zu haben.

Einsiedler und Märchler sorgen sich am meisten wegen Corona

Die Zahlen werden wie immer nach Geschlecht, Alter, Bildungsstand und Bezirken aufgeschlüsselt. Bei der Sorge um Corona erstaunt nicht, dass die ältesten Befragten (55 Jahre und älter) am meisten Angst haben – gehören doch diese eher zur Risikogruppe als die Jüngeren. 47 Prozent dieser Altersgruppe antworteten mit «grosse Angst». Dem gegenüber stehen 37 Prozent der 35- bis 54-Jährigen sowie 41 Prozent der 14- bis 34-Jährigen.

Je höher die Schulbildung, desto grösser scheint auch die Angst zu sein. So gab jeder Dritte mit Sekundarschulabschluss an, kleine Angst zu haben, aber nur 16 Prozent derjenigen mit Mittel- oder Hochschulabschluss. 44 Prozent derjenigen mit dem höchsten Bildungsabschluss haben gar grosse Angst. Die Frauen sorgen sich eher wegen Corona als die Männer. Und bei den Bezirken sind es vor allem die Einsiedler und die Märchler ( je 45 Prozent), die grosse Angst haben, während die Küssnachter und Höfner eher mittlere Angst haben.

Krankenkassenprämien bleiben Sorgenthema

Die zu hohen Krankenkassen-Prämien beunruhigen vor allem die Befragten mit tiefster Schulbildung. 61 Prozent antworteten mit «grosse Sorge», während knapp die Hälfte derjenigen mit höchster Schulbildung nur mittlere Sorge hat. Am meisten Sorgen machen sich auch hier die Einsiedler (50 Prozent) und die Märchler (46 Prozent), und auch hier sorgen sich die Frauen eher als die Männer.

Die weltpolitische Lage sorgt vor allem bei den 35- bis 54-Jährigen für Angst. Jeder Dritte dieser Altersgruppe hat grosse Angst, rund die Hälfte mittlere. Während 40 Prozent der Frauen angaben, grosse Angst zu haben, sind es nur 28 Prozent der Männer. Die Märchler (38 Prozent) und die Höfner (34 Prozent) sorgen sich am meisten um die weltpolitische Lage. Bei den Einsiedlern gaben 64 Prozent zur Auskunft, dass sie mittlere Sorge haben.

Ausführlicher Bericht im «March-Anzeiger» und «Höfner Volksblatt» zu lesen.

Irene Lustenberger, Redaktion March24 & Höfe24