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29.04.2020

«Kein Mietzins für Kleinfirmen»

Der Verband Immobilien Schweiz (VIS) schlägt vor, kleineren Unternehmen, die wegen des Lockdwons schlissen mussten, die Miete zu erlassen. (Im Bild eine Praxis in Lachen: Stefan Grüter)
Für viele Kleinfirmen ist die aktuelle Situation finanziell kaum noch tragbar. Der Verband Immobilien Schweiz schlägt deshalb einen Mieterlass für kleine Unternehmen vor.

Keine Einnahmen und hohe Fixkosten: Unzählige Kleinunternehmen haben zurzeit Mühe ihre Mieten zu bezahlen. Es kommt zu Streitigkeiten zwischen Vermietern und Mietern. Es schien als seien die Hilferufe überhört worden zu sein. Doch nun kommt Bewegung in die Thematik: Der Verband Immobilien Schweiz (VIS) schlägt vor, kleineren Unternehmen, die wegen des Lockdwons schlissen mussten, die Miete zu erlassen.

Bruttomiete unter 5'000 Franken
Vorschlag der VIS an die Wirtschaftskommission des Ständerats (WAK): Kleinunternehmen und Selbständigerwerbende, deren Bruttomiete den Betrag von 5'000 Franken pro Monat nicht übersteigt, soll die Miete für zwei Monate erlassen werden, fordert der Verband Immobilien Schweiz. Nur für die Nebenkosten sollen die Mieter aufkommen, schreibt die «NZZ».

Entscheidung liegt beim Bundesrat
Nahezu alle betroffenen Mieter erwarten, dass zumindest Stundungen gewährt werden, die Forderungen nach Mietzinsreduktion oder -erlass nehmen immer mehr zu. Die Entscheidung fällt aber beim Bundesrat. Die WAK des Ständerats kann nun ihrerseits eine Motion einreichen. Diese würde in der ausserordentlichen Session von nächster Woche behandelt und müsste vom Bundesrat umgesetzt werden.

Sie könnte aber auch den Erlass einer Notverordnung anstossen. Das Parlament hat die Möglichkeit, auf diesem Weg direkt eine Lösung für die umstrittene Frage der Geschäftsmieten umzusetzen, schreibt der «Blick».

 

Miryam Koc