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Altendorf
11.06.2021

Auftakt gegen "die Knacknuss" Wales

Daryl Jones stammt ursprünglich aus Nordost-Wales und wohnt mit seiner Familie schon fast zehn Jahre in Ausserschwyz.Bild pp Bild: pp
In unserer EM-Serie befragen wir Menschen aus Ausserschwyz, die jeweils aus den Ländern kommen, gegen die die Schweiz spielt. Den Auftakt macht der morgige Gegner Wales.

Die walisische Fussballnationalmannschaft erreichte ihren grössten Erfolg bei der bisher einzigen Teilnahme an einer Fussball-WM 1958, als das Team erst im Viertelfinale gegen Brasilien 0:1 scheiterte. Die Teilnahme an der Euro 2020 ist für Wales bereits die zweite Europa-Meisterschaft in Folge. 2016 stiessen die Männer um Gareth Bale sogar bis in den Halbfinal vor.

mit Daryl Jones
sprach Patrizia Baumgartner

 

Sind Sie ein Fussball-Fan?

Wales ist vor allem für Rugby bekannt, aber je nach Region ist auch Fussball hoch im Kurs. Ich komme aus Nordost-Wales, das ist eher die Fussball-Ecke, da wir geografisch nahe bei Liverpool und Manchester sind. Ich stamme aus der Nähe von Wrexham, wo früher auch internationale Fussballspiele ausgetragen wurden. Ich habe dort zum Beispiel das EM-Qualispiel Wales gegen Österreich gesehen. Wir gewannen 1:0 mit 30'000 Zuschauern. Ich bin definitiv ein Fussball-Fan, früher war ich bei vielen Heimspielen von Liverpool dabei.

Jetzt folgt für Wales bereits die zweite EM in Folge ...

An der EM 2016 waren wir auf Wolke sieben, es war beeindruckend. In der Quali war es keine grosse Überraschung, gegen England zu verlieren. Aber dann weiterzukommen und sogar Belgien zu schlagen und erst im Halbfinal gegen Portugal – den späteren Sieger – auszuscheiden, war wirklich super! 

Wie sind Ihre Erwartungen für Wales an der EM 2020?

Die Erwartungen sind nicht sehr gross, aber die Hoffnung stirbt zuletzt! Als Mannschaft haben wir vereinzelte Weltklasse-Spieler, die ein Match drehen könnten. Ähnlich wie die Schweiz. Wenn Gareth Bale einen guten Tag erwischt oder auch Aaron Ramsey, können wir Spiele für uns entscheiden. Obwohl: Die Vorbereitungsspiele waren katastrophal. Wales verlor gegen Frankreich (0:3) und gegen Albanien gab es ein trauriges 0:0-Spiel. Unser Hauptproblem ist: Wir schiessen keine Tore! 

Was erwarten Sie von der morgigen Partie Wales - Schweiz?

Wir wären sehr happy mit einem Unentschieden. Ich glaube nicht, dass gegen die Schweiz ein Sieg drinliegt. Von da her tippe ich auf 1:1.

Werden Sie das Spiel mitverfolgen?

Auf alle Fälle werde ich mir die Partie zu Hause ansehen, eventuell schaut mein älterer Sohn auch mit. Eines ist sicher: Es wird laut werden, egal ob aus Jubel oder Enttäuschung.

Wie kamen Sie nach Altendorf?

Wir sind eine internationale Familie: Meine Frau ist in Brasilien geboren, sie hat aber deutsche Wurzeln. Wir lernten uns in London kennen. Später heirateten wir in Deutschland, wo auch unsere zwei Kinder geboren wurden. Seit 2012 wohnen wir alle in Ausserschwyz und seit 2019 in Altendorf. Meine Söhne studieren beide in der Schweiz.

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Patrizia Baumgartner, Redaktion March24 & Höfe 24