Home Region Sport Agenda In-/Ausland Magazin
Magazin
17.05.2021

Nicht blau, rot oder grün – Rigibahn wird weiss

Die Rigibahn ist künftig in klassischem Weiss unterwegs. Bild: zvg
Im September werden die ersten neuen Zugkompositionen nach Goldau geliefert.

Der Vorhang ist gelüftet: Ab September werden auf den Schienen nach Rigi Kulm drei nigelnagelneue Zugkompositionen unterwegs sein. Die Firma Stadler Rail aus dem thurgauischen Bussnang liefert für 37 Millionen Franken das neue Rollmaterial. Die Präsentation birgt dabei eine veritable Überraschung. Dass die Rigibahnen langfristig mit einheitlicher Farbe ab Goldau oder Vitznau unterwegs sein werden, war schon lange klar. Die nach aussen getrennte Bahnwelt in Rot und Blau wird ein Ende haben. Die Rigibahnen werden aber nicht, wie viele annahmen und auch intern kurz zur Debatte stand, das gleiche Grün aufweisen, wie das Betriebslogo und die Stationsbeschriftung. Die neue Rigibahn soll in klassischem Weiss, Schwarz und Bronze unterwegs sein.

Leicht geneigte Sitze

«Es steht dem Erbe der Bahn gut an, wenn sie optisch an den ältesten elektrischen Triebwagen 6 erinnert», blickt Rigibahn-Verwaltungsratspräsident Karl Bucher in die Geschichte der Bahn zurück. Vor exakt 110 Jahren wurde damit nämlich bei der Arth-Rigi-Bahn die Elektrifizierung eingeläutet. Nun sollen die eleganten und edlen Farben dieser Legende für die neuen Züge übernommen werden. Dieses Design mit weissem Wagenkasten und schwarzer Fensterlinie sei «schlicht und zeitlos».

Dank den grossen Fenstern soll der Blick aus der neuen Zugkomposition auf die atemberaubende Landschaft ins Zentrum gerückt werden. Der Fahrgastraum ist barrierefrei und somit auch für Behinderte in Rollstühlen zugänglich, die Sitzreihe ist grosszügig, die Sitze sind leicht geneigt, um das Gefälle während der Fahrt zu kompensieren.

Die sechs Fahrzeuge werden je 34,7 Meter lang sein und können aneinander gehängt werden. Die Doppeltraktionen verfügen über insgesamt 150 Sitz- und 50 Stehplätze. Auch ein Fahrgast-Informationssystem wird künftig zur Ausstattung gehören.

Jürg Auf der Maur, Bote der Urschweiz