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Saubere Strassen und Plätze

Drei Massnahmen für ein sauberes Eschenbach.
Drei Massnahmen für ein sauberes Eschenbach. Bild: Eschenbach aktuell, Ausgabe Nr. 1/Januar 2026/Collage: Linth24
Die Umweltkommission Eschenbach bekämpft seit Jahren Littering mit Massnahmen und Kampagnen. Auch 2026 steht die Sauberkeit von Strassen und Plätzen im Fokus.

Ein Thema im Bereich Littering ist das Liegenlassen von Zigarettenstummeln. Diese sind eklig, giftig und gefährlich für Mensch und Umwelt. Kleinkinder, die sich alles in den Mund stecken, werden dadurch gefährdet. Die Giftstoffe sind wasserlöslich und gelangen in den Boden oder ins Grundwasser.

Was ist Littering?

Littering ist die Unsitte, Abfälle im öffentlichen Raum achtlos wegzuwerfen oder liegenzulassen, ohne die vorgesehenen Abfalleimer oder Papierkörbe zu benutzen.

Die Ursachen von Littering sind vielfältig. Die Gründe sind weder Sackgebühren noch fehlende oder überquellende Abfalleimer. Littering ist ein gesellschaftliches Problem mit hohem Unterwegskonsum, Mobilität und fehlender Sozialkontrolle.

Das veränderte Konsumverhalten zeigt sich daran, dass mehr Personen ihre Mittagspause am Arbeits- oder Ausbildungsort verbringen und sich unterwegs verpflegen. Weitere Gründe sind der vermehrte Einsatz von Einwegverpackungen, ein achtloser Umgang mit der Umgebung und Bequemlichkeit.

Auswirkungen auf Menschen

Littering stört, reduziert die Lebensqualität und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung im öffentlichen Raum und verschlechtert das Image einer Stadt oder Gemeinde.

Littering kann direkte negative Einflüsse auf die Gesundheit haben, wenn sich beispielweise Kinder an gelitterten Gegenständen schneiden, verbrennen oder verunreinigte Abfälle in den Mund nehmen.

Ökologische Auswirkungen

Gelitterte Gegenstände haben negative Folgen für die Umwelt. Littering verunreinigt Boden, Pflanzen und Gewässer. Die gelitterten Materialien lassen sich nicht in Stoffkreisläufe zurückführen und können nicht recycelt werden. Stattdessen müssen neue Ressourcen mit den entsprechenden Umweltauswirkungen gewonnen werden.

Ökonomische Auswirkungen

Littering kostet Geld. Die Reinigungskosten in der Schweiz belaufen sich jährlich auf ca. 200 Millionen Franken: 75 Prozent im öffentlichen Raum von Städten und Gemeinden, 25 Prozent im öffentlichen Verkehr. Zusätzlich entstehen Kosten für Präventionsmassnahmen und Sensibilisierungskampagnen.

Nachfolgend werden drei Massnahmen vorgestellt, mit denen sich die Umweltkommission Eschenbach gegen Littering einsetzt:

Raumpatenschaft

Die Umweltkommission Eschenbach setzt seit 2022 auf eine neue Massnahme gegen herumliegenden Abfall: Raumpatinnen und -paten übernehmen die Verantwortung für ein festgelegtes Gebiet und räumen es regelmässig auf. Raumpatenschafts-Projekte werden von mehreren Schweizer Städten und Gemeinden durchgeführt.

Schulklassen sammeln auf dem Schulweg Abfall, Fussballvereine pflegen die Sportanlage oder Einwohnerinnen und Einwohner räumen Strassenabschnitte und öffentliche Grillplätze auf. Die Massnahme ist kostengünstig, entlastet den Reinigungsdienst und reduziert nachweislich Littering.

Raumpaten gesucht

Damit viele Gebiete abgedeckt werden, sucht die Umweltkommission Personen, Gruppen und Organisationen, die eine Raumpatenschaft übernehmen möchten. Alle können sich als Raumpaten engagieren: Detailhändler, Politikerinnen und Politiker, Vereine, Schulklassen, Asylsuchende, Familien und Einzelpersonen.

Mit regelmässigen Aufräumtouren sorgen sie dafür, dass ihr Gebiet frei von Littering ist. «Eine Raumpatenschaft ist eine Win-Win-Situation», weiss Nora Steimer, Geschäftsleiterin der IG saubere Umwelt (IGSU), die Raumpatenschafts-Projekte fördert. «Nicht nur die Gemeinde und ihre Einwohnerinnen und Einwohner profitieren von einer sauberen Umwelt. Schüler lernen so beispielsweise den korrekten Umgang mit Abfall, Vereine oder Unternehmen können eine Raumpatenschaft fürs Teambuilding nutzen und umweltbewusste Personen können sich mit Gleichgesinnten vernetzen.»

Gemeinsam gegen Littering. (Symbolbild) Bild: Eschenbach aktuell, Ausgabe Nr. 1/Januar 2026

Eine wirksame Massnahme

Dass Raumpatenschaftsprojekte gegen Littering wirken, wurde in einer Studie der IGSU und ETH Zürich nachgewiesen, die 2015 und 2016 im Auftrag des Bundesamts für Umwelt durchgeführt wurde.

Durch regelmässige Pflege sind die Orte aufgeräumter und sauberer, wodurch die Hemmschwelle steigt, Abfälle liegen zu lassen. Deshalb unterstützt die IGSU Städte und Gemeinden dabei, eigene Raumpatenschaftsprojekte umzusetzen.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.raumpatenschaft.ch.

stop2drop-Kampagne 2026

Zigarettenstummel liegen überall. Gemäss dem Bundesamt für Umwelt geben Gemeinden jährlich 52 Millionen Franken für die Beseitigung von Zigaretten-Littering aus. Zigarettenstummel sind der häufigste weggeworfene Gegenstand in der Schweiz. Selbst an für Kinder geschaffenen Orten wird geraucht und die giftigen Stummel werden am Boden entsorgt.

Mit der nationalen Kampagne 2026 gegen Zigaretten-Littering und für rauchfreie, saubere Spielplätze können Sie einen Beitrag leisten. Der Start der Kampagne ist am 12. Mai 2026.

Eschenbach beteiligt sich zum dritten Mal in Folge an den jährlichen Kampagnen von stop2drop. Im nächsten Frühling liegt der Fokus auf Zigaretten-Littering im öffentlichen Raum und rauchfreien, sauberen Spielplätzen.

Als Auftakt zur Kampagne führt die Umweltkommission einen Fötzeli-Spaziergang mit anschliessendem Grillplausch durch. Reservieren Sie sich den Samstag, 30. Mai 2026.

stop2drop: Gemeinsam gegen Zigaretten-Littering. Bild: Eschenbach aktuell, Ausgabe Nr. 1/Januar 2026

Clean-Up-Day 2026

Nach der Teilnahme am Clean-Up-Day 2025 hat die Umweltkommission entschieden, auch in diesem Jahr eine Aktion zu organisieren. Der nationale Clean-Up-Day findet am Freitag, 18., und Samstag, 19. September 2026 statt.

Die Aktion in Eschenbach wird am Samstag durchgeführt. Der Rahmen wird ähnlich wie beim letzten Mal gestaltet: An verschiedenen Punkten in der Gemeinde wird gemeinsam Abfall gesammelt.

Nach dem «Fötzelen» treffen sich alle Gruppen bei einem Grillplatz zum gemütlichen Beisammensein. Für Grillwürste und Getränke sorgt die Umweltkommission.

Tragen Sie das Datum in Ihre Agenda ein! Die Umweltkommission Eschenbach freut sich auf eine rege Teilnahme.

Freitag, 18. und Samstag, 19. September 2026, ist Clean-up-Day. Bild: Eschenbach aktuell, Ausgabe Nr. 1/Januar 2026

Der Clean-Up-Day wird jährlich in der Schweiz durchgeführt und ist ein Projekt des Schweizer Kompetenzzentrums gegen Littering (IGSU). Eine Fortsetzung in den nächsten Jahren ist geplant.

Weitere Informationen zum schweizweiten IGSU Clean-Up-Day finden Sie unter: www.clean-up-day.ch.

Umweltkommission Eschenbach, Eschenbach aktuell, Ausgabe Nr. 1/Januar 2026/Linth24
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