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Kanton
14.01.2026
13.01.2026 16:19 Uhr

250'000 Franken mit falschen Bankanrufen ergaunert

Betrugsdelikte per Internet oder Telefon nehmen stark zu.
Betrugsdelikte per Internet oder Telefon nehmen stark zu. Bild: kapsz
In der vergangenen Woche ist es Betrügern gelungen, bei einem einzelnen Fall mit einer perfiden Masche rund 250 000 Franken zu ergaunern. Die Kantonspolizei warnt eindringlich vor dieser Betrugsform, die derzeit wieder vermehrt auftritt.

Täter geben sich als Bank aus

Die Täter nehmen telefonisch Kontakt mit den Geschädigten auf und geben sich als Mitarbeitende einer Bank aus. Sie behaupten, es habe eine unrechtmässige Überweisung stattgefunden und Unbefugte hätten Zugriffs aufs Bankkonto nehmen können. Um angeblich weiteren Schaden zu verhindern, fordern sie die Betroffenen auf, eine vermeintliche Virenscansoftware auf ihren Computer herunterzuladen.

Software legt eigenen Comuputer und E-Banking lahm

Bei dieser Software handelt es sich jedoch um eine Fernwartungssoftware, mit welcher die Täter direkten Zugriff auf den Computer und das E-Banking der Geschädigten erhalten. Anschliessend werden die Betroffenen angewiesen, sich im E-Banking anzumelden.
Nach dem Login ins E-Banking wird der Bildschirm der Geschädigten verdunkelt und mit Meldungen überlagert. Gleichzeitig lenken die Täter ihre Opfer durch Telefongespräche ab. So verschaffen sie sich uneingeschränkten Zugriff auf die Bankkonten, welche in der Regel bis auf wenige Franken geleert wer-den.


Präventionshinweise der Polizei:

  1. Banken fordern ihre Kundinnen und Kunden niemals telefonisch auf, Software zu installieren.
  2. Installieren Sie keine Programme auf Anweisung unbekannter Personen.
  3. Geben Sie keine Zugangsdaten oder Codes weiter.
  4. Beenden Sie bei Zweifeln das Gespräch und kontaktieren Sie Ihre Bank über die offizielle Tele-fonnummer.
  5. Erstatten Sie bei einem Betrugsverdacht umgehend Anzeige bei der Polizei.


Die Kantonspolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Personen, die ebenfalls verdächtige Anrufe erhalten haben oder betroffen sind, sich zu melden.

Kantonspolizei Schwyz / Redaktion March24 & Höfe24
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