Die Beziehungen zwischen Venezuela und den USA waren lange Zeit pragmatisch: Venezuela zählte zu den wichtigsten Erdöllieferanten der USA. Mit dem Amtsantritt von Hugo Chávez im Jahr 1999 änderte sich der Ton grundlegend. Chávez verfolgte eine sozialistische, anti-imperialistische Politik und positionierte sich offen gegen den Einfluss Washingtons in Lateinamerika.
Die venezolanische Führung warf den USA vor, sich in innere Angelegenheiten einzumischen, während Washington Chávez und später seinem Nachfolger autoritäre Tendenzen und demokratische Rückschritte vorhielt.
Sanktionen als zentrales Druckmittel
Ein Wendepunkt kam nach der Machtübernahme von Nicolás Maduro. Angesichts umstrittener Wahlen, der Ausschaltung politischer Gegner und der humanitären Krise verhängten die USA schrittweise harte Wirtschafts- und Finanzsanktionen.
Besonders betroffen war der staatliche Ölkonzern PDVSA, das wirtschaftliche Rückgrat des Landes. Ziel der US-Politik war es, die Regierung Maduro wirtschaftlich unter Druck zu setzen – Kritiker argumentieren jedoch, dass vor allem die Zivilbevölkerung unter den Folgen leidet.