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Sport
22.07.2020
22.07.2020 11:32 Uhr

Ein Rückblick auf das Schwyzer Kantonale 2004

Am 81. Schwyzer Kantonalen in Pfäffikon wurde hochklassiger Sport geliefert. (Archivbild)
Zum ersten Mal nach drei Jahren gewann der Muotathaler Heinz Suter in Pfäffikon wieder ein Kranzfest. Im Schlussgang bodigte er seinen grossen Widersacher Martin Grab. Die Schwinger aus March und Höfen konnten nicht um den Sieg mitreden.

von Franz Feldmann

Am 81. Schwyzer Kantonalen Schwingfest in Pfäffikon feierte der damals 29-jährige Heinz Suter einen überlegenen Sieg. Im Schlussgang setzte er sich zum ersten Mal wieder nach über drei Jahren gegen den Rothenthurmer Martin Grab durch. Ein Martin Grab, der Jahre später noch abseits des Sägemehlringes von sich reden machen sollte.

Beide Schwinger duellierten sich auf Augenhöhe. Die Schlussgangteilnahme von Suter war am Zürichsee vor 2800 Zuschauern mit fünf Siegen in fünf Kämpfen ohne Wenn und Aber verdient. Martin Grab war nach fünf Begegnungen gleichauf mit dem Ibacher Edi Kündig. Das Schiedsgericht entschied sich an jenem Tag für eine Schlussgangteilnahme des Rothen­thurmers.

Endlich wieder gewonnen
Drei Jahre lang hatte Suter nach seinem Sieg 2001 am Innerschweizer in Arth auf einen Kranzsieg warten müssen. Nach knapp vier Minuten entschied er den letzten Gang im Sägemehl in Pfäffikon mit einem prächtigen Kurzzug zu seinen Gunsten. «Das Fest ist von Beginn weg zu meinen Gunsten gelaufen», konstatierte ein sichtlich zufriedener Suter, relativierte aber auch schnell: «Ich hatte bis zum fünften Gang nicht unbedingt die schwierigsten Gegner.»

Den Schlüssel zum Erfolg sah er aber weniger auf der sportlichen, sondern mehr auf der mentalen Seite. «Ich habe heute weniger als auch schon an einem Festsieg herumstudiert, sondern immer früh die Offensive gesucht, so auch im Schlussgang.» So verhinderte er erfolgreich, dass sich seine Gegner während des Kampfes aufbauen konnten. «Nach den vielen gestellten Gängen gegen Martin Grab ist dieser Sieg ein grosser Aufsteller.»

Positiver Nebeneffekt für den Schlussgangsieger: Suter überholte mit seinem 15. Kranzsieg seinen Gegner, in der Bilanz der auf seinen 14 Siegen sitzenblieb.

  • Nach 56 Jahren war Pfäffikon wieder einmal Schauplatz einer Schwyzer Kantonalen. (Archivbild)
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  • Die Zuschauer und Zuschauerinnen verfolgten das Geschehen gespannt. (Archivbild)
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Schwingklub March-Höfe mit vier Kränzen
Nach 56 Jahren war somit Pfäffikon bei herrlichstem Wetter wieder einmal Schauplatz eines Schwyzer Kantonalen. OK-Präsident Bruno Nötzli zeigte sich denn auch rundum zufrieden mit der perfekten Arbeit seiner Leute. «Wir wurden vom grossen Zuschaueraufmarsch sehr überrascht.» Das Tüpfelchen auf dem i war aber auch für ihn der sportlich hochstehende Schlussgang.

Der Schwingklub March-Höfe konnte nie in den Kampf um die Spitzenplätze eingreifen. Immerhin gab es für den Organisatoren des Schwyzer Kantonalen vier Kränze. Als bester war Alois Laimbacher auf dem geteilten siebten Rang. Der junge Kilian Hasler lag in der Endabrechnung gleichauf. Weitere Kränze holten Markus Keller (Wilen) und der Pfäffiker Werner Rhyner (beide vier Siege).

Wir blicken auf Grossanlässe zurück

Da während der Corona-Krise keine Sportwettkämpfe stattfinden, haben wir in unserem Archiv nach Grossanlässen gestöbert, die seit der Jahr­tausendwende in Ausserschwyz stattgefunden haben. In einer sechsteiligen Serie zeigen wir, was in March und Höfen in den letzten Jahren sportlich für Furore gesorgt hat. Im dritten Teil werfen wir einen Blick auf das Schwyzer Kantonalturnfest 2006 in Freienbach. (red)

Redaktion MarchHöfe24