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13.08.2022

Rund 50 000 Menschen bei Regenbogenparade

Menschen tragen Fahnen und ziehen durch die Straßen während des Prager Pride-Festivals. Tausende Menschen sind durch das Stadtzentrum von Prag gezogen, um für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt zu demonstrieren. Die Polizei schä...
Menschen tragen Fahnen und ziehen durch die Straßen während des Prager Pride-Festivals. Tausende Menschen sind durch das Stadtzentrum von Prag gezogen, um für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt zu demonstrieren. Die Polizei schä... Bild: Keystone/CTK/Vondrou? Roman
Tschechien – Tausende Menschen sind am Samstag durch das Stadtzentrum von Prag gezogen, um für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt zu demonstrieren. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmenden an der Regenbogenparade auf rund 50 000, wie die Nachrichtenagentur CTK berichtete. Die farbenfrohe Kundgebung bildete den Höhepunkt der Aktionswoche "Prague Pride Festival 2022", die bereits am Montag begann und bis Sonntag dauern soll.

Während in manchen ostmitteleuropäischen EU-Ländern noch immer viele Politiker die Gleichberechtigung Homosexueller ablehnen, unterstützen in Tschechien mittlerweile auch prominente Regierungspolitiker deren Anliegen. So zeigte sich der Prager Bürgermeister Zdenek Hrib mit seiner Frau in den ersten Reihen der Parade am Samstag, wie das Nachrichtenportal Novinky.cz berichtete. Der wie Hrib zur Piratenpartei gehörende Aussenminister Jan Lipavsky hatte auch gemeinsam mit diesem und prominenten Lokalpolitikern den Ehrenschutz über die gesamte Festivalwoche übernommen.

Abgesehen von einer kleinen Gruppe von Männern, die an der Strasse Na Prikope (Am Graben) Transparente mit Bibelzitaten in die Höhe hielten, meldete die Polizei auch keine nennenswerten Proteste gegen die Regenbogenparade. Bis zum Nachmittag gab es auch keine Zwischenfälle. Endpunkt der Demonstration war ein grosses Musikkonzert auf der Festwiese Letna. Die Prager Regenbogenparade fand am Samstag zum 12. Mal statt, nachdem sie in den vergangenen beiden Jahren wegen der Corona-Beschränkungen pausieren musste.

Keystone-SDA