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16.05.2022

Diese Nacht gab es eine totale Mondfinsternis

Das Betrachten des Monds hat die Menschen schon immer fasziniert, besonders bei einer Mondfinsternis.
Das Betrachten des Monds hat die Menschen schon immer fasziniert, besonders bei einer Mondfinsternis. Bild: shutterstock.com
Die durch Mond oder Erde verursachten Sonnen- oder Mondfinsternisse gelten vielen Himmelsfreunden als grandiose Höhepunkte des Himmelsjahres. So auch in der Nacht von Sonntag auf Montag.

Sonne und Mond sind dankbare, weil für uns Erdlinge leicht sichtbare Beobachtungsobjekte. Man benötigt dazu keine oder nur wenige Hilfsmittel. Von freiem Auge oder mit einem Feldstecher lassen sich Krater und trockene Meere am Mond beobachten. So ruhig sich Papa Mond gibt, so aktiv zeigt sich derzeit unsere Sonne mit starken dunklen Sonneflecken.

Aber Achtung! Niemals direkt in die Sonne schauen. Zum Schutz der Augen müsssen Spezialfilter oder Finsternis-Brillen verwendet. Richtig spannend wird es immer, wenn Sonne und Mond gemeinsam auftreten.

Beobachtungstipps

Schon in der Nacht von Sonntag auf Montag tanzten die beiden Himmelskörper ihren Finsternistanz. Und zwar so, dass der Erdschatten die gesamte Mondoberfläche abdeckt. 

Um etwa 4:30 Uhr traf der Kernschatten der Erde auf den Mond. Während immer größere Teile des Mondes verdunkelt werden, sinkt er in Richtung Horizont. Von 5:29 bis 6:54 Uhr dauerte die totale Abdeckung. 

Wunderbares Farbenspiel

Wunderbar auch die Farben bei einer Mondfinsternis, wobei jede Mondfinsternis ihr eigenes Farbenspiel zeigt. Ist die Erdatmosphäre klar, überwiegen Grautöne. Kleine Staubpartikel, wie sie nach Vulkanausbrüchen in die Lufthülle transportiert werden, verursachen rötliche Färbungen. Spannend wird es diesmal durch die extreme Horizontnähe des Schauspiels. Ein Fernglas ist ein gutes Hilfsmittel. Falls ein Teleskop zur Hand ist, kann man es nutzen, erforderlich ist es nicht. Mondfotos – auch mittels Mobiltelefonen – sind recht einfach zu anzufertigen.

rheintal24/gmh/uh