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13.05.2022
13.05.2022 12:14 Uhr

Kleiner Knigge für den Besichtigungstermin deiner Traumwohnung

Mietwohnungen sind in Ausserschwyz ein rares Gut.
Mietwohnungen sind in Ausserschwyz ein rares Gut. Bild: Pixabay
Wer sie gefunden hat, die Mietwohnung der Träume, sollte nicht an kleinen Selbstverständlichkeiten scheitern. Wir haben eine Expertin gefragt, wie man die gröbsten Fallstricke umgeht.

Freie Mietwohnungen sind derzeit in der Region Ausserschwyz ein rares Gut. Potentielle Mieterinnen und Mieter müssen sich oftmals gegen zahlreiche Mitbewerbende durchsetzen. Wer nach mühsamem Durchforsten der Immobilienportale endlich ein Objekt gefunden hat, das nicht nur den eigenen Ansprüchen genügt, sondern auch noch ins Budget passt, möchte diese Gelegenheit nicht wegen eines peinlichen Lapsus’ vorbeiziehen lassen.

Zuverlässigkeit ist das A und O

Wir haben bei Exklusiv Immobilien, die neben Verkaufsobjekten auch Mietwohnungen in der Region vermitteln, nachgefragt was Interessentinnen und Interessenten tun können respektive unbedingt unterlassen sollten, wenn sie eine Chance auf ihre Traumwohnung haben möchten. Stephanie Vetsch, Immobilienberaterin und Mitglied der Geschäftsleitung des Familienbetriebs hält fest, dass Vermieterinnen und Vermieter Wert auf Zuverlässigkeit legen und an längerfristigen und unkomplizierten Mieterverhältnissen interessiert sind.

Beim Besichtigungstermin ist darum der erste Eindruck auch eine Arte Visitenkarte. Den ihren Eindruck werden die Wohnungsvermittlerinnen und -vermittler an die Vermieterschaft weitergeben und eine Empfehlung abgeben. «Wer sich für eine Wohnung interessiert, sollte unbedingt pünktlich erscheinen», betont Vetsch. Oftmals seien die Besichtigungstermine in Form von Zeitfenstern organisiert, die jeweils pro Gruppe 20 bis 30 Minuten dauern. Eine Verspätung sei darum für alle ärgerlich. Auch Unterlagen sollten pünktlich und wie vereinbart eingereicht werden. Dazu gehört, neben einem aktuellen, und möglichst blanken Auszug aus dem Betreibungsregister, auch mindestens eine Referenz. «Dies kann ein früherer Vermieter oder auch die Chefin sein, die wir kontaktieren können», erklärt die Expertin. Natürlich sollten die Referenzpersonen vorab informiert sein.

Authentisch und offen …

Neben Zuverlässigkeit ist auch der Auftritt entscheidend. In Schale werfen müsse sich niemand. Wichtig sei aber ein authentisches Auftreten und eine gewisse Offenheit. «Interessierte sollen ein wenig von sich erzählen, zum Beispiel warum sie umziehen möchten.» Auch über allfällige Haustiere sollten die potentiellen Vermieterinnen oder Vermieter Bescheid wissen – für einige sei dies ein Absagegrund. «Die Angaben müssen unbedingt der Wahrheit entsprechen», fügt Stephanie Vetsch an. Dies gelte nicht nur im Gespräch, sondern auch für die Angaben auf dem Bewerbungsformular. Auch die Wohnung zu loben und zu erläutern, warum man gerne einziehen möchte, ist ein Pluspunkt. Denn wer sich wohlfühle, ziehe nicht gleich um. Und zuletzt empfiehlt die Expertin hartnäckig zu bleiben. Nachfragen signalisiere Interesse.

… aber nicht zu offen

Bei aller Offenheit und Authentizität empfiehlt Stephanie Vetsch aber, Lästereien unbedingt zu vermeiden, zum Beispiel über frühere Vermieter, andere Mieterinnen oder die Verwaltung. Auch persönliche Probleme vor den Wohnungsvermittlerinnen oder -vermittlern auszubreiten, sei keine gute Idee. Auch Arrogantes Auftreten komme nicht gut an. Die Wohnung schlechtzumachen oder überzogene Bedingungen zu stellen sei ein weiterer Negativpunkt. «Wer zuerst auf Umbauten der Küche oder des Bades besteht, bevor sie oder er in Erwägung zieht, einzuziehen, hat schlechte Karten.»

Franziska Kohler, Redaktion March 24 und Höfe 24