Home Region Sport Agenda In-/Ausland Magazin
Altendorf
05.12.2021
03.12.2021 14:05 Uhr

Gegner von Werft-Erweiterung in Altendorf blitzen ab

Das Bundesgericht wies Beschwerden gegen die Erweiterung der Hensa-Werft in Altendorf ab.
Das Bundesgericht wies Beschwerden gegen die Erweiterung der Hensa-Werft in Altendorf ab. Bild: Patrizia Baumgartner
Das Bundesgericht hat die Beschwerde von Nachbarn der Hensa-Werft in Altendorf gegen einen Erweiterungsbau abgewiesen.

Die Pläne der Hensa-Werft in Altendorf, den südlichen Teil der bestehenden Werfthalle abzubrechen und durch ein vierstöckiges Werftgebäude mit Bootsstationierungs- und Parkanlage zu ersetzen, haben eine weitere Hürde genommen. Das Bundesgericht hat die Beschwerde von Nachbarn abgelehnt, soweit es darauf eintrat. Die Nachbarn haben die Gerichtskosten von 4'000 Franken zu tragen und die Hensa-Werft mit 3'000 Franken für das bundesgerichtliche Verfahren zu entschädigen, wie aus dem vom Bundesgericht veröffentlichten Urteil zu entnehmen ist.

Für den Bau müssen allerdings vorerst, wie vom Verwaltungsgericht verlangt, verschiedene Auflagen erfüllt werden (nachgebesserte Baupläne,Dienstbarkeitsvertrag betreffend das dem Baugrundstück eingeräumte Näherbaurecht gegenüber einem ebenfalls der Hensa-Werft gehörenden Grundstück). Der Gemeinderat hat lediglich noch zu prüfen, ob die Hensa- Werft die vom Verwaltungsgericht verlangten Anordnungen korrekt überarbeitet hat.

Keine höhere Lärm- und Lichtbelastung

Das Bundesgericht hat alle Kritikpunkte der Beschwerdeführer, auf die es eintrat, abgewiesen. Es sei kein Bundesrecht verletzt worden, weil die Baubewilligung trotz der verfrühten Entfernung des Baugespanns nicht aufgehoben wurde. Ebenso finde keine Verletzung des zulässigen Gewässerabstandes statt.

Nicht durchgedrungen sind die Nachbarn auch mit ihrer Kritik, dass durch den Neubau übermässige Lärm- und Lichtemissionen zu befürchten seien. Durch die Aufhebung der sich bis anhin mehrheitlich im Freien befindlichen Park- und Bootsabstellplätze in das Gebäudeinnere sei tendenziell von einer Verminderung der Lärmimmissionen auszugehen. Dies sei auch vom Bundesamt für Umwelt (Bafu) so beurteilt worden. Das Bauvorhaben sei mit keiner Erhöhung der Anzahl der rechtskräftig bewilligten Bootsabstell- und Parkplätze verbunden. Dass es durch die Beleuchtung der auf vier Etagen geplanten Parkebenen und die Scheinwerfer der wegfahrenden Autos zu übermässigen Lichtemissionen komme, liess das Bundesgericht ebenfalls nicht gelten.

Ruggero Vercellone, freier Mitarbeiter