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Sport
29.11.2021

Die Lakers lassen Plüschtiere und Tore regnen

Keine Geschenke für Ajoie, dafür viele Plüschtiere am Family Game Day nach dem ersten Treffer in Rappi.
Keine Geschenke für Ajoie, dafür viele Plüschtiere am Family Game Day nach dem ersten Treffer in Rappi. Bild: Keystone
Nach einem harzigen Startdrittel ziehen die Rapperswil-Jona Lakers im Heimspiel gegen Ajoie im zweiten Abschnitt davon. Letztlich resultieren ein 6:3-Sieg und ein Sprung in der Tabelle bis fast ganz nach vorne.

Er ist der Ausnahmekönner in den Reihen der SCRJ Lakers, und er zeigte seine Genialität auch am Sonntagnachmittag wieder: Roman Cervenka. Mit seinen Aktionen leitete der Tscheche im Heimspiel gegen Ajoie die Wende ein, und er war massgeblich daran beteiligt, dass es doch noch ein klarer Sieg wurde.

Dominic Lammer hatte nach Cervenkas brillantem Pass durch den Slot keine Mühe, in der 10. Minute den Ausgleich zu erzielen. Das 3:1 (28.) besorgte Cervenka mit einem präzisen Abschluss selbst, ehe der bald 36-Jährige eineinhalb Minuten später im Powerplay Sandro Zangger das 4:1 auflegte. Für Cervenka waren es im 28. Spiel die Skorerpunkte 35 bis 37, womit er die Nummer 2 der Liga ist. «Er ist ein Topspieler und ein positiver Mensch. Er arbeitet immer hart und zieht so alle mit», sagt Mitspieler Sandro Forrer über Cervenka.

HC Ajoie leistet Widerstand

Mit dem Tschechen in Spiellaune bestanden noch vor Spielhälfte keine Zweifel mehr, dass die Lakers auch das dritte Saisonduell gegen den HC Ajoie für sich entscheiden werden. Dabei hatte der Aufsteiger lange tapfer Widerstand geleistet und im ersten Drittel mit seinen Störaktionen dafür gesorgt, dass der SCRJ nicht dazu kam, sein Spiel wie gewünscht aufzuziehen. Die Gäste waren sogar nicht unverdient in Führung gegangen – in der 9. Minute durch einen Ablenker mit dem Schlittschuh von Dario Rohrbach.

Dies liess Cervenka nicht lange auf sich sitzen. Keine zwei Minuten später kreiselte er mit dem Puck am Stock so lange in Ajoies Verteidigungszone, bis der richtige Moment fürs Zuspiel auf Lammer da war. Dieses 1:1 liess Plüschtiere aus dem Publikum regnen – eine Aktion, zu der die Lakers zugunsten der «Osthilfe» aufgerufen hatten.

Mit viel Selbstvertrauen zu Toren

Weil sich Ajoie geschickt wehrte, mussten sich die Lakers vorerst weiterhin in Geduld üben – ähnlich wie zwei Tage vorher im Jura, als sie das Spiel mit vier Toren im Schlussdrittel gekehrt und 5:2 gewonnen hatten. Da half die Einzelaktion von Emil Djuse. Der Verteidiger eroberte in der 15. Minute den Puck an der Mittellinie, spielte sich an zwei Verteidigern vorbei und brachte den SCRJ in Führung.

Geknackt war die Nuss schliesslich mit dem Doppelschlag kurz vor Spielhälfte. Es folgte noch vor der zweiten Pause das 5:1, das Tor des Nachmittags: Sandro Forrer liess Gegenspieler Guillaume Asselin aussteigen und bezwang Ajoie-Goalie Tim Wolf cool über der Stockhand. Forrer traf damit im dritten aufeinanderfolgenden Spiel. 

Sein fünfter Saisontreffer zeugte vom Selbstvertrauen des 22-Jährigen. «Wir spielen gut als Team, nun schon seit einigen Spielen. Es macht Spass», meint Forrer. Spass machen das Auftreten des SCRJ und die Resultate auch dem Publikum. 5011 Zuschauerinnen und Zuschauer kamen am Sonntag in die SGKB-Arena. Viele davon waren Kinder. Die Lakers hatten zum «Family Game» geladen und dafür eine gemeinsame Ticketaktion mit dem Knies Kinderzoo gemacht.

Nun auf Tabellenplatz 2

Die kleinen und grossen Fans wurden mit vielen Toren verwöhnt. Auf zwei hätten die Lakers aber gerne verzichtet. Ajoie verkürzte in der 40. Minute auf 2:5 und in der 43. Minute auf 3:5. Verunsichern liessen sich die Rapperswil- Joner dennoch nicht. Am Ende stand ein 6:3 und damit der 18. Sieg im 28. Saisonspiel. Mittlerweile hat das Team von Headcoach Stefan Hedlund bereits wieder drei Siege in Folge aneinandergereiht. In der Tabelle grüssen die Lakers neu vom 2. Platz, und dies punktgleich mit dem Leader EV Zug. Zwar haben die anderen Teams aus dem Spitzenquartett zwei bis drei Spiele weniger absolviert, beim Blick auf die Rangliste zu diesem Zeitpunkt der Saison dürfen sich die Lakers-Fans aber getrost die Augen reiben.

Bernhard Camenisch, Linth-Zeitung / Redaktion March24 & Höfe24