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Sport
24.11.2021
24.11.2021 09:58 Uhr

Erstmals in dieser Saison ein klarer Sieg gegen die Tigers

Wegweisend: Nico Dünner überwindet die Langnauer Abwehr und bringt die Rapperswil-Jona Lakers, beobachtet von seinen Sturmkollegen Jeremy Wick und Sandro Forrer (85), 2:1 in Führung.
Wegweisend: Nico Dünner überwindet die Langnauer Abwehr und bringt die Rapperswil-Jona Lakers, beobachtet von seinen Sturmkollegen Jeremy Wick und Sandro Forrer (85), 2:1 in Führung. Bild: Marcel Bieri, Keystone
Die Rapperswil-Jona Lakers kehren nach der Niederlage gegen den SC Bern unverzüglich zurück auf die Siegerstrasse. Sie gewinnen in Langnau verdient mit 4:1 (2:1, 1:0, 2:0)

Sieben Siege in Folge hatten die Rapperswil-Jona Lakers feiern können, ehe die stolze Serie am Samstag gegen den SC Bern endete. Gestern, in Langnau, begannen die Rosenstädter aber so, als hätte es diese Niederlage nie gegeben, als ob die Erfolgsserie nicht gerissen ist. Die Gäste machten sofort viel Druck, das Geschehen spielte sich in den ersten Minuten ausschliesslich vor Tigers-Torhüter Robert Mayer ab. Rapperswil-Jona war derart überlegen, dass es fast fünf Minuten dauerte, ehe Lakers-Schlussmann Melvin Nyffeler erstmals einzugreifen brauchte. Zu diesem Zeitpunkt führten die Gäste bereits. Dominic Lammer hatte im Powerplay nach 106 Sekunden getroffen.

Nur Olofsson trifft

Irgendwann kamen dann aber auch die SCL Tigers im Spiel an. Ihre Besuche vor Nyffeler häuften sich – begünstigt auch durch zwei Überzahlsituationen. Der zweite Ausschluss eines Rapperswilers sollte dem Heimteam den Ausgleich einbringen. Jesper Olofsson liess sich als Schütze feiern – jener Olofsson, der die Skorerliste in der National League anführt. Das 1:1 gegen die Lakers, für Langnau ein schmeichelhaftes Resultat zur ersten Pause, war sein 17. Saisontor. Aber auch die Nummern 2 und 3 der aktuellen Skorerliste standen in der gestrigen Partie im Einsatz. Alexandre Grenier (11 Tore/21 Assists) ist ebenfalls Angestellter der SCL Tigers. Roman Cervenka (10/22) pflegt die Gegner im Dress der Lakers zu beunruhigen. Olofsson wurde am gestrigen Abend seinem Ruf als gefährlicher Skorer also bereits im Startdrittel gerecht. Grenier assistierte Olofsson beim Langnauer Tor, welches an diesem Abend das einzige bleiben sollte. Cervenka hingegen ging leer aus. Doch wenn er einmal nicht trifft, tun es eben die Schweizer.

Nyfeller stoppt Olofsson, Grenier und Schmutz

Den Lakers bot sich noch im Startdrittel die Chance, wieder in Führung zu gehen. Sie verstanden es jedoch nicht, aus einer zweiminütigen doppelten Überzahlsituation Kapital zu schlagen. Das Verpasste wurde allerdings nachgeholt. Nico Dünner markierte das 2:1 für Rapprswil-Jona (29.), das besser war als der Gegner. Ein 3:1 für die Gäste nach 40 Minuten hätte deshalb dem Geschehen auf dem Eis durchaus entsprochen. Sogar ein 4:1. Dies, obwohl sich auch die Emmentaler, bei denen von der Linie mit Olofsson, Grenier und Flavio Schmutz am meisten Gefahr ausging, ein paar Einschussmöglichkeiten erarbeiteten. Nur stand da eben Nyffeler im Kasten. Dieser verdiente sich ebenso eine sehr gute Note wie sein Gegenüber Mayer.

Time-out im richtigen Moment

Obwohl die Lakers gestern nicht über die gesamten 60 Minuten, aber doch mehrheitlich den besseren Eindruck erweckten, schien jeder Spielausgang möglich. Im Schlussabschnitt verpassten die Gäste vorerst das dritte Tor. Kurz darauf setzte auf der Gegenseite Olofsson die Scheibe nur an den Pfosten (44.). Spannend war diese Partie, nach eher mässigen ersten 20 Minuten inzwischen auch gefälliger, was vor allem ein Verdienst der Besucher war. Als die Tigers dem 2:2 plötzlich doch gefährlich nahe zu kommen schienen, reagierte Rapperswils Headcoach Stefan Hedlund. Er nahm sein Time-out. Der Zeitpunkt war klug gewählt. Schliesslich wurde es nicht ganz so eng wie in den ersten zwei Vergleichen zwischen diesen Widersachern. Sandro Forrer erhöhte auf 3:1, und dies war nach 55:03 Minuten die Entscheidung. Grenier traf zwar noch an die Torumrandung, doch zittern um drei Punkte mussten die Rosenstädter nicht mehr. Drei Minuten vor Schluss krönte sich Dünner mit dem 4:1 ins leere Tor zum Doppeltorschützen.

SCL Tigers – SCRJ Lakers 1:4 (1:1, 0:1, 0:2)

4280 Zuschauer. – SR Wiegand/Hungerbühler, Duarte/Wolf

Tore: 2. Lammer (Profico/Ausschluss Saarela) 0:1. 15. Olofsson (Pesonen, Grenier/Ausschluss Profico) 1:1. 29. Dünner (Forrer, Jelovac) 1:2. 56. Forrer 1:3. 58. Dünner (Wick) 1:4 (ins leere Tor)

Strafen: 4 mal 2 Minuten gegen SCL Tigers, 3 mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers

Jürg Sigel, Linth-Zeitung / Redaktion March24 & Höfe24