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Tuggen
23.11.2021

Mit gestohlenem Fahrzeug Unfall gebaut

Der 27-jährige Verkehrsteilnehmer baute mit dem gestohlenen Auto einen Unfall.
Der 27-jährige Verkehrsteilnehmer baute mit dem gestohlenen Auto einen Unfall. Bild: zvg
Der 27-jährige Märchler, der letztes Jahr ein nicht eingelöstes Auto vor der Laguna-Bar in Tuggen entwendete und später damit im Mülibachkanal landete, hat seine Strafe akzeptiert.

Der Unfall in Tuggen, bei dem sich ein junger Mann erheblich verletzte, geschah am 3. Oktober 2020. Ein junger Wangner hatte die Idee, ein Fahrzeug eines Auktionshauses, das sich auf dem Parkplatz vor der Laguna Bar in Tuggen befand, zu entwenden.

Als er merkte, dass er den Peugeot in Gang setzen konnte, rief er einen Freund zu sich, um zusammen «ein Ausfährtli» zu machen. Der heute 27-Jährige versichert später, dass er das Auto wieder habe zurückbringen wollen. 

Zunächst fuhren die beiden ins Gebiet Zänsen und dann weiter nach Buttikon, wo der Märchler auch eine Wiese befuhr. Dann wollte er zurück Richtung Laguna-Bar, doch das gelang ihm nie: Er verlor die Kontrolle über das Fahrzeug, kam von der Strasse ab und blieb im Zulauf des Mülibachkanals stecken. Der Aufprall war so heftig, dass die Airbags ausgelöst wurden und der Beifahrer sein Bein schwer verletzte.

Polizei nicht informiert

Der damals 26-Jährige sah, wie schwer sein Freund verletzt war, und rief eine Freundin an, um sie ins Spital Glarus zu fahren. Die Polizei informierte er jedoch erst am nächsten Tag gegen Mittag. Wohl wegen des Alkoholkonsums. Die Polizei konnte nicht mehr feststellen, ob er fahrunfähig gewesen war.

Zu Last gelegt werden ihm nicht nur vorsätzliche Entwendung zum Gebrauch, fahrlässige Verletzung der Verkehrsregeln durch Nichtbeherrschen des Fahrzeugs und vorsätzliche Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit, sondern auch vorsätzliches pflichtwidriges Verhalten bei Unfall und – weil das Auto nicht eingelöst und versichert war – auch vorsätzliches Führen eines Motorfahrzeugs ohne Versicherungsschutz, Fahrzeugausweis und Kontrollschilder. Ausserdem wurde auch die Wiese beschädigt, auf der er herumgekurvt war.

Happige Strafe

Der 27-Jährige wird deshalb zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu 170 Franken bestraft, die auf eine Probezeit von zwei Jahren festgesetzt wurde. Bezahlen muss er Busse und Verfahrenskosten von insgesamt 7700Franken, sonst muss er für 36 Tage ins Gefängnis.

Anouk Arbenz, Redaktion March24 & Höfe24