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Sport
16.11.2021

Red Devils: Null Punkte trotz guter Leistung

Die Devils schlugen sich gut gegen Basel, standen am Schluss aber mit leeren Händen da.
Die Devils schlugen sich gut gegen Basel, standen am Schluss aber mit leeren Händen da. Bild: Pascal Müller
Nachdem Floorball Thurgau vor zwei Wochen zu Gast in der MZH war, begrüssten die Märchler am Sonntag mit Basel Regio das zweite Spitzenteam der NLB. Gegen den momentanen Leader Thurgau kamen die Devils bös unter die Räder, gegen Basel boten die Devils den Zuschauern aber eine über weite Strecken ausgeglichene Partie.


Zu Beginn sah es nicht nach einem spannenden Unihockeyabend aus: Zu einfach kombinierten sich die Basler vors Tor des Märchler Torhüters Kistler, welcher den Vorzug gegenüber Fleischmann erhalten hatte, aber ein ums andere Mal sträflich im Stich gelassen wurde. So stand es nach nur sieben Minuten bereits 3:0 für die Gäste. Ein erneuter Kaltstart für die Devils, war es doch in der laufenden Spielzeit bereits das sechste Mal, dass die Devils in den ersten fünf Minuten in Rückstand gerieten. Trotz umgehender Antwort durch Soini, der mit einem eher harmlosen Schuss den Basler Schlussmann überraschte, lag das Heimteam bereits wieder klar in Rücklage. Und nachdem Staudenmann mit seinem zweiten Treffer
auf 4:1 erhöhte, schien das Spiel seinen erwartungsgemässen Lauf zu nehmen.

Ungekrönte Aufholjagd

Doch die Basler hatten die Rechnung ohne die im Fortgang der Partie stark aufspielenden Devils gemacht. Aus einer nun gefestigten Defensive heraus gelang es dem Heimteam immer öfter, gefährlich vor dem Tor des Gegners aufzutauchen. Studer war es, der aus einem Gewühl heraus zum 2:4 traf, worauf die stärkste Phase der Devils folgte. Die Basler wurden in ihrer Zone eingeschnürt, was den Gästetrainer gar dazu bewog, sein Time-out zu nehmen. Doch dies nützte wenig: Bamert erzielte kurz darauf den Anschlusstreffer und die Devils schienen das Momentum und das Glück nun auf ihre Seite gezwungen zu haben. Doch Basel antwortete wie ein Spitzenteam. Zwei Treffer innert dreissig Sekunden und schon rannte das Heimteam wieder einem Drei-Tore-Rückstand hinterher. Eine grosse Hypothek gegen einen starken Gegner, doch die Märchler gaben sich nicht geschlagen und Bamert erzielte noch vor dem zweiten Pausentee seinen zweiten Treffer, um auf 4:6 zu verkürzen.

Anssi Soini traf für die Red Devils gegen Basel, konnte die Niederlage aber auch nicht verhindern. Bild: Pascal Müller

Kampfgeist allein reichte nicht

«Im Schlussabschnitt merkte wohl jeder in der Halle, dass etwas zu holen war, und wir zeigten tollen Kampfgeist. Leider reichte es am Schluss wie so oft in dieser Saison nicht ganz», bilanzierte Verteidiger Marco Fässler. Seine Defensivkünste wurden im Schlussdrittel vor allem im starken Boxplay gebraucht. Trotz zwei kleinen Strafen blieben die Devils dank aufopferungsvoller Verteidigungsarbeit im Spiel und als Studer in Unterzahl alleine loszog und gefoult wurde, konnte Piittisjärvi gar mit einem Zorro-Move den fälligen Penalty zum 5:6 verkürzen. Die Stimmung in der Halle näherte sich dem Siedepunkt und die Zuschauer peitschten die Devils zur Schlussoffensive, welche allerdings nicht von Erfolg gekrönt war. So schritten die Märchler auch nach dieser Partie als Verlierer vom Feld.

Weiter mit vollem Einsatz

«Wir zeigten in den letzten zwei Spielen gegen Sargans und Basel unsere besten Leistungen der Saison und werden so in der Rückrunde bestimmt mehr Punkte holen. Nächste Woche werden wir wieder hart trainieren, um nächsten Sonntag gegen die Jets mit einem Sieg den Grundstein dazu zu legen», meinte Marco Fässler nach der Partie. Auf jeden Fall zeigten die Märchler an diesem Sonntag, dass sie definitiv nicht den Kopf in den Sand gesteckt haben und weiter mit vollem Einsatz und Siegeswille auf Punktejagd gehen.

Thomas Mächler, freier Mitarbeiter