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10.05.2020

Wirte krempeln ihre Restaurants um

Der Kapellhof Tuggen bleibt vorerst geschlossen: «Das Schutzkonzept ist für mich momentan nicht umsetzbar», sagt Wirtin Barbara Krieg. Sie setzt deshalb bis auf Weiteres auf das Take-away-Angebot. (Bild: Silvia Gisler)
Morgen dürfen die Ausserschwyzer Wirte ihre Betriebe wieder öffnen. Diese Woche waren sie dabei, vom Offlineoder Take-away-Modus in den Arbeitsmodus zu wechseln. Es wurde geputzt, ausgeräumt, umgestellt und dekoriert.

von Silvia Gisler

Keine Streuwürze verteilen, keine Zeitungen auflegen, keine Garderobe betreiben und nötigenfalls Pissoirs ausser Betrieb nehmen – das sind nur wenige der Vorschriften, die die Wirte ab morgen zu befolgen haben. Ebenso müssen sie die Speisekarten nach jedem Gast desinfizieren, die Gäste distanziert voneinander platzieren und sämtliche Kontaktdaten jedes Gastes zwei Wochen lang aufbewahren.

All dies stellt die hiesigen Wirte vor grosse Herausforderungen. Nach rund acht Wochen Zwangsschliessung wurde geputzt, ausgeräumt, eingerichtet und Hygiene- und Schutzmaterial organisiert. Auf die Frage, ob denn freiwillig mit Schutzmaske gearbeitet werde, fällt fast ausnahmslos die gleiche Antwort: Nein. Trennwände sorgen ebenfalls nicht für Begeisterung. Lieber werde einfach der Abstand eingehalten. Dies auch, um weitere finanzielle Auslagen zu vermeiden.

Aus aktueller Situation Maximum herausholen

Viele überlegten sich nicht nur die Anpassung der Öffnungszeiten, sondern auch der Speisekarte und des Konzepts. «Eigentlich halten wir nicht viel davon, einen Tisch an einem Abend zweimal zu vergeben, aber wir müssen aus der aktuellen Situation das Maximum herausholen», heisst es. 

Wer bislang Take-away angeboten hat, führt diesen in den meisten Fällen auch ab kommender Woche weiter. Zusätzlich zur Bewirtung im Lokal versteht sich. Für den Grossteil der Wirte ist es eine Übergangslösung. Andere wollen über die Corona-Krise hinaus am Takeaway-Angebot festhalten.

Reservationsportale bereits angepasst

Einige Wirte haben auch bereits ihre Online-Reservationsportale dahingehend angepasst. So sind teilweise nur noch zwei fixe Zeiten buchbar. Wer für mehr als vier Personen reservieren will, wird sofort darauf hingewiesen, dass dies nicht erlaubt ist.

In Ausnahmefällen (Eltern mit Kinder) muss telefonisch reserviert werden. Überhaupt war eine Reservation wohl noch nie so wichtig wie bisher. Nicht nur aufgrund all der Personendaten, die notiert werden müssen, sondern auch um zu verhindern, dass man abgewiesen werden muss.

Die meisten Wirte sprechen davon, dass sie rund die Hälfte der Tische nicht vergeben können. Ob sich die Wiedereröffnung für sie trotzdem lohnen wird, wird sich zeigen.

Vollständiger Bericht in den Print-Ausgaben «March-Anzeiger» und «Höfner Volksblatt» vom Donnerstag, 7. Mai, zu lesen.

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Redaktion March24/Höfe24