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Sport
05.10.2021

Studierende aus der ganzen Welt messen sich an der Winteruniversiade

Auf dem Stoss finden vom 17. bis 19. Dezember die Ski-Alpin-Parallelrennen statt.
Auf dem Stoss finden vom 17. bis 19. Dezember die Ski-Alpin-Parallelrennen statt. Bild: Roger Betschart
Vom 11. bis 21. Dezember findet die Winteruniversiade in der Schweiz statt. In der Zentralschweiz und in Graubünden messen sich Studentinnen und Studenten in diversen Wintersportarten. Geschäftsführer Urs Hunkeler sieht den Anlass als «grossartige Chance».

In 67 Tagen ist es so weit. Ab dem 11. Dezember messen sich die sportlichsten Studentinnen und Studenten an der Winteruniversiade in der Zentralschweiz sowie in St. Moritz und Lenzerheide als zusätzliche Wettkampforte. Der Anlass für 17- bis 25-jährige Athletinnen und Athleten, die Ausbildung und Spitzensport unter einen Hut bringen, ist hinter den Olympischen Spielen der grösste Multisportevent der Welt – und findet zum dreissigsten Mal statt. Bereits zum zweiten Mal gastiert der Grossanlass in der Schweiz: 1962 war die Welt in Villars VS zu Gast.

Vorfreude und Druck

Für Geschäftsführer Urs Hunkeler wird die Vorfreude von Tag zu Tag spürbarer. Nach langer Vorbereitungszeit konkretisiert sich nun alles. Aber weil die finale Phase angebrochen ist, nimmt auch der Zeitdruck und der Arbeitsaufwand zu. Vorfreude auf der einen Seite, Druck und eine Ungewissheit auf der anderen. Deshalb sagt Hunkeler: «Die Vorfreude ist gross und gleichzeitig habe ich Respekt vor den Aufgaben, welche wir bis zur Eröffnung noch zu bewältigen haben.» Ähnlich war die Gemütslage schon, als die Winteruniversiade aufgrund der Coronapandemie verschoben werden musste. Denn ursprünglich wäre der Anlass mit zehn verschiedenen Wintersportarten schon im Januar geplant gewesen.

Urs Hunkeler (Mitte), Geschäftsführer der Winteruniversiade testet den Schiessstand auf der Lenzerheide. Bild: Urs Bucher

Dezentral organisiert

Die Sportarten Biathlon und Ski-Orientierungslauf finden in Lenzerheide statt. Ein Teil der Ski-Alpin- Wettkämpfe in St. Moritz. Alle anderen Schauplätze tummeln sich in und um den Hauptort Luzern. Dass der Anlass dezentral organisiert ist, sieht Hunkeler als Vorteil: «Die Infrastruktur und das Know-how für die jeweilige Sportart ist vor Ort am besten vorhanden. Ein solches Vorgehen wird sich bestimmt bewähren.» Und doch soll die Winteruniversiade gesamthaft funktionieren und auch so wahrgenommen werden. Mit diversen Leistungen, die an allen Austragungsorten gleich sind, versucht man dies zu erreichen. «Das soll zusammenschweissen und ein Zusammengehörigkeitsgefühl schaffen», sagt der Geschäftsführer.

Impfflicht für alle Delegationsteilnehmenden

Die Zusammengehörigkeit soll der Event auch unter den rund 1600 Athletinnen und Athleten von 540 Hochschulen aus über 50 Ländern fördern. Denn die Winteruniversiade steht seit jeher nicht nur für fairen und hochstehenden Sport, sondern auch für den internationalen Austausch unter Studentinnen und Studenten. Damit dieser bedenkenlos möglich ist, haben die Organisatoren zusammen mit dem Internationalen Hochschulsportverband (FISU) eine Impfpflicht für alle Delegationsteilnehmenden bestimmt. Hunkeler erklärt: «Es hilft, dass wir weniger zusätzliche Schutzmassnahmen treffen müssen. Dazu haben wir ein kleineres Risiko für Ansteckungen. Sollte es leider trotzdem zu Ansteckungen kommen, ist bei den Betroffenen ein milderer Verlauf zu erwarten.»

Spitzensport und Ausbildung unter einen Hut bringen

Hunkeler sieht den Anlass  auch als Möglichkeit, denjenigen, die das Potenzial haben, Sport und berufliche Ausbildung auf hohem Niveau zu kombinieren, ein guter Gastgeber zu sein. «Die Winteruniversiade in der Schweiz ist eine grossartige Chance», sagt er. Es soll aber auch ein Event sein, der es schafft, Emotionen zu vermitteln. Etwas, für das der Sport geradezu prädestiniert scheint. Das haben nicht zuletzt die «richtigen» Olympischen Spiele in Tokio diesen Sommer wieder gezeigt.

Stefan Salzmann, Südostschweiz