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Wollerau
28.09.2021

Genug geplant und erklärt: Höfe wollen jetzt ihre MZH Riedmatt

Die Mehrzweckhalle mit Kopfanbau der Schule ist nur eines von vielen neuen Elementen in der Riedmatt Wollerau.
Die Mehrzweckhalle mit Kopfanbau der Schule ist nur eines von vielen neuen Elementen in der Riedmatt Wollerau. Bild: bel
An der Bezirksversammlung Höfe und der Gemeindeversammlung Wollerau wurde das gemeinsame Projekt «Ersatzbau MZH Riedmatt» an die Urne vom 28. November überwiesen. Rückweisungsanträge und kritische Voten wurden nicht goutiert – es soll jetzt vorwärts gehen.

Es kommt der Zeitpunkt, da sagt sich das Stimmvolk: «So, jetzt machen wir das!» Etwa so fühlte sich die Stimmung an der ausserordentlichen Bezirksversammlung Höfe und der ausserordentlichen Gemeindeversammlung Wollerau vergangene Woche an. Nachdem seit Jahren geplant, alle möglichen Parteien miteinbezogen, die Nachbarn angehört und mehrere Infoveranstaltungen durchgeführt wurden, überwiesen die (eher wenigen) anwesenden Stimmberechtigten das Sachgeschäft «Ersatzbau MZH Riedmatt» Wollerau an die Urne vom 28. November.

Ein paar zusammenfassende Eckpunkte seien nochmals erwähnt: Gemeinde und Bezirk erhalten eine neue Mehrzweckhalle mit Bühne, Foyer mit Mehrzweckraum und Küche; grosszügige Garderoben und sanitäre Anlagen; einen grossen Proberaum; weiteren Schulraum und Kindergarten samt Gruppenräumen sowie den verlegten Jugendtreff; einen Mittagstisch mit Terrasse; viele Lagerräume für Vereine; eine neue Zufahrt – und vieles mehr.

Rückweisungen ohne Chance

Natürlich kann jetzt noch ewig über alle möglichen Details diskutiert werden. Doch diese Fristen sind abgelaufen. Dies mussten auch die Grünliberalen an der Bezirksversammlung erfahren. Parteipräsident Lorenz Ilg stellte einen Rückweisungsantrag, weil energietechnisch nur Minergie-Standard statt Minergie A vorgesehen ist. Die GLP liess sich auch von Thomas Peyer von Swisspower nicht überzeugen, der für die beiden Versammlungen extra aus Bern anreiste, um die Fernwärme anzupreisen.

Unterstützt wurde er von Architekt Hermann Heussi, der zu bedenken gab, dass der «Minimalstandard» nicht mehr mit jenem vor zehn oder gar zwanzig Jahren zu vergleichen sei, und dass sich solche öffentlichen Gebäulichkeiten weniger für höhere Energiestandards eignen würden. Nicht erwähnt – aber wohl in den Köpfen präsent – blieb, dass die Energie Ausserschwyz AG in Galgenen vor allem der EW Höfe AG gehört, die ihrerseits vollumfänglich im Besitz des Bezirks ist. Wer also sollte die Fernwärme nutzen, wenn nicht mal die eigenen Anlagen darauf zurückgreifen würden? Der Rückweisungsantrag wurde denn prompt überdeutlich abgelehnt, keine Handvoll Leute war dafür. 

Auch Kosten werden aufgeteilt

So haben nun sowohl Bezirk wie Gemeinde das Geschäft an die Urne überwiesen. Die Chancen für eine Annahme dürften, wenn man die Stimmung auslotet, gut sein. Zum Knackpunkt könnte nachträglich – zumal für Uninformierte – höchstens das Geld werden. Denn der Ersatzbau MZH Riedmatt kostet «brutto» 33,6 Mio. Franken, davon übernimmt die Gemeinde 59 Prozent oder 19,824 Mio. Franken, der Bezirk 41 Prozent oder 13,776 Mio. Franken.

Andreas Knobel, Redaktion March 24 und Höfe 24