Home Region Sport Agenda In-/Ausland Magazin
Pfäffikon
22.09.2021
22.09.2021 15:43 Uhr

Höfner Notebooks gehen bald auf «grosse Reise»

(V.l.) Ruedi Nauer, Patrick Bachmann (beide Dicota), Adrian Reinhard (Schulleiter Schule Weid) und Labdoo-Präsident Frank Geisler. Die gespendeten Laptops gehen bald auf Reisen.
(V.l.) Ruedi Nauer, Patrick Bachmann (beide Dicota), Adrian Reinhard (Schulleiter Schule Weid) und Labdoo-Präsident Frank Geisler. Die gespendeten Laptops gehen bald auf Reisen. Bild: Bruno Füchslin
Kürzlich wurden rund 120 ausgediente Laptops und Notebooks der Sek eins Höfe ihrer weiteren Bestimmung zugeführt. Sie werden auf anderen Kontinenten dringend benötigt.

Was den einen als überholt gilt und einen Austausch erfordert, bedeutet andernorts auf dieser Welt den ersten Zugang zu Online-Bildungsangeboten. Man könnte dies auch als «lebendige, praktisch umgesetzte Entwicklungshilfe» bezeichnen, was Labdoo.org seit Jahren als Credo auf seine Fahne geschrieben hat. Der Verein ist ein gemeinnütziges Hilfsprojekt, das Kindergärten, Schulen, Waisenhäusern und Flüchtlingsheimen im In- und Ausland mittels Laptops einen Zugang zu IT und Bildung ermöglicht. Und dies notabene ehrenamtlich.

Massiv erhöhte Bildungschancen

120 Geräte mit Zubehör wurden vor einer Woche von Labdoo-Schweiz-Vereinspräsident und Gründungsmitglied Frank Geisler in der Schule Weid in Pfäffikon zur Weiterverwendung abgeholt. Unterstützt wurde die Aktion von einigen engagierten Angestellten der Sek eins Höfe, die vorab das Material sammelten und bereitstellten. «Alles stabile Geräte», konstatierte der «Beschenkte» erfreut. In der Labdoo-Zentrale in Oberwil-Lieli werden die Laptops und Notebooks nun von freiwillig arbeitenden Spezialisten auf ihre neue Bestimmung vorbereitet: Allgemeincheck, Desinfektion, Mehrfach-Überschreiben der Festplatten, Löschen aller nicht mehr benötigten Systemelemente, Aufschalten des kostenlosen Linux-Systems Ubuntu sowie der Lernsoftware und einer Office-Suite – dies alles zum Nulltarif. Die Höfner Firma Dicota steuert die Taschen bei. Firmen, Behörden oder auch Private, die ein noch funktionsfähiges Notebook beisteuern wollen, können dieses an der offiziellen Labdoo-Sammelstelle bei der Dicota Schweiz AG in Pfäffikon abgeben. 

Globales Projekt

Weltweit wurden so über 32 000 Laptops aufbereitet, mehr als 2100 Bildungsprojekte unterstützt und damit rund 650 000 Kindern, Jugendlichen, Waisen sowie Flüchtlingen ein Lernen mit Zukunft ermöglicht. Gleichzeitig wurden damit rund 500 Tonnen CO2 eingespart. Die Lebensdauer der neu aufgesetzten Maschinen beträgt im Schnitt drei bis fünf Jahre. Wohin wortwörtlich die Reise geht, steht noch nicht fest; Länder in Afrika und Fernost sind die am meisten belieferten Adressaten. Labdoo verfügt über ein global gestreutes Netzwerk, das zielgerichtet arbeitet und fokussiert diesem Grundsatz folgt: «Was Spende ist, soll und muss auch Spende bleiben». Der Verein lebt von Spenden und aktivem Mitmachen von Menschen, die uneigennützig weit mehr als nur «Gutes tun».

Bruno Füchslin, freier Mitarbeiter