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Sport
08.09.2021

Dreimal Gold für Altendörfler Leichtathlet Jan Drabik

Jan Drabik leistete Ausserordentliches.
Jan Drabik leistete Ausserordentliches. Bild: zvg
Der Nachwuchs-Leichtathlet Jan Drabik aus Altendorf holt sich an den Schweizer Meisterschaften in drei Disziplinen den Sieg.

Dreimal Gold an den Schweizer Nachwuchs Leichtathletik-Meisterschaften, das hat der Altendörfler Jan Drabik geschafft. «Was ich gehofft habe, ist nun eingetreten», so sein überglücklicher Trainer Arsène Formaz. Dabei waren die Voraussetzungen für die Meisterschaften äusserst ungünstig. Vor sechs Wochen ging der junge Altendörfler nach einem Unfall mit einem verstauchten Sprunggelenk an Krücken. Dies erforderte in den letzten Wochen einen langsamen und vorsichtigen Trainingsaufbau. Erst vor einer Woche gabs für den 15-Jährigen am UBS Kids Cup Kantonalfinal in Küssnacht einen ersten Belastungstest, den er souverän meisterte.

Eigentlich wäre Drabik für vier Disziplinen an der U16-Meisterschaft in Winterthur qualifiziert gewesen. Um seinen lädierten Fuss nicht über Gebühr zu strapazieren, wurde auf den Start am 80-m-Sprint verzichtet. Das sollte sich auszahlen.

Keine grosse Konkurrenz

Da die Konkurrenz im Dreisprung nicht allzu gross war, hätte bereits sein erster Sprung über 12.93 m zum Sieg gereicht. Er setzte im dritten Versuch noch einen drauf und sprang 13.03, was fast ein halber Meter weiter war als sein stärkster Konkurrent Aurélien Künzle (Lausanne). So endete Drabiks erster Wettkampftag mit der ersten Goldmedaille.

Im Weitsprung am Sonntagmorgen sollte es zu einem knappen und spannenden Wettkampf kommen. Drabik legte im zweiten Versuch mit 6.64 Metern nach, den YessicSchibler mit seinem letzten Versuch mit 6.65 Metern konterte. Nun lag es an Drabik, die Nerven in diesem Weitsprung-Krimi zu behalten. Der Altendörfler liess sich nicht beeindrucken und legte 6.68 m in dieSandgrube, drei Zentimeter weiter als Schibler. Das bedeutete Goldmedaille Nummer zwei für Drabik.

Wenig Erholungszeit

Viel Zeit zum Ausruhen hatte der 15-Jährige nicht. Gleich ging es weiter im Hochsprung, dies ohne zwei Monate lang diese Disziplin trainieren zu können. So scheiterte er bei seiner Einstiegshöhe über 1.70 m ein erstes Mal, nach dem zweiten, geglückten Versuch war Drabik im Wettkampf angekommen. Die 1.78 m übersprang er locker. Seine beiden Konkurrenten Tim Cedraschini (Arlesheim) und Alberto Vola (Genf) scheiterten beide, bevor Drabik die 1.84 ebenfalls im ersten Versuch überquerte.

Mit diesem Sprung war die dritte Goldmedaille an der U16-SM in trockenen Tüchern, die Freude gross. «Jan hat das Optimum aus seiner Rehabilitationszeit herausgeholt », so sein stolzer Trainer Arsène Formaz. Als nächster Höhepunkt wartet nun am kommenden Samstag der Final des UBS Kids Cups auf Jan Drabik, wo er nach dem letzten Wochenende natürlich als Favorit am Start sein wird.

Zwei Hochsprung- und zwei Werfer-Medaillen gehen nach Ausserschwyz

Der Hochsprung der U20-Männer wurde beinahe zu einer Ausserschwyzer Angelegenheit. Reto Fässler (Buttikon-Schübelbach) und Tobias Bättig (Pfäffikon-Freienbach) sprangen beideüber 1.85 m. Der Märchler Fässler holte sich mit einem Sprung weniger die Silber-, Bättig die Bronzemedaille. Am Samstag ebenfalls am Start war die 15-jährige Martina Faggi (Pfäffikon-Freienbach).Die Sprinterin kam über 80 m im Vorlauf nur sehr verhalten aus den Startblöcken, holte sich aber auf der Bahn mit 10.38 s die Qualifikation für den Halbfinal. Mit einem diesmal sehr guten Start verbesserte sie ihre Vorlaufzeit um neun Hundertstelsekunden. Für eine Finalqualifikation reichte dies ganz knappnicht. Ihr fehlten vier Hundertstelsekunden, um bei den besten Acht dabei zu sein. Im Finale hätten ihr die 10.29 s zum siebten Platz gereicht.

Auch die Werfer durften sich über zwei Medaillen freuen. Ramon Hegners (Lachen) Ziel an der SM war eigentlich der Diskus-Titel U20. Seine 47.88 m bedeuteten persönliche Bestleistung und Schwyzer Kantonalrekord. Aber einer war noch besser. Der Dritte der Juniorenweltmeisterschaften im Kugelstossen, Jephte Vogel, verbesserte seine eigene Bestleistung um über vier Meter auf 48.65 m. Immerhin, mit Silber durfte Hegner angesichts der Qualität seines Gegners zufriedensein.Der Wollerauer Kugelstösser Silvan Kuster machte seinem Ärger mit gestossenen 12.35 m schnell vergessen. Im Diskus überraschte der Höfner mit persönlicher Bestleistung und 41.78 m seine Gegner. Nicht überrascht war sein Trainer Armin Spörri, der Kusters Potenzial schon im letzten Winter erkannte.

Franz Feldmann, Redaktion March24 & Höfe24