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Sport
07.09.2021

Tuggner Ringer-Sieg zum Auftakt

Jonas Müller in Blau holte mit einem 6:0-Sieg Punkte für Tuggen.
Jonas Müller in Blau holte mit einem 6:0-Sieg Punkte für Tuggen. Bild: Hansruedi Ulrich
In einem spannenden Duell schlug die Ringerriege Tuggen auswärts den TV Ufhusen mit 24:12 und startet somit erfolgreich in die NLB-Meisterschaft. Das Duell zwischen den beiden Teams war geprägt von einer grossen Aufholjagd der Märchler.

Das Tuggner Trainerduo Simon Helbling und Dominik Streiff musste die Aufstellung kurz vor dem Wiegen zur Auftaktbegegnung in der Nationalliga B gegen Ufhusen umstellen. Der verletzte Matius Kusin wurde bis 75 kg Freistil durch Adrian Ulrich ersetzt. Den Auftakt machte bis 57 kg Freistil Ueli Bamert gegen Adrian Schärli. Bamert war den schnellen Angriffen des Luzerners nicht gewachsen und geriet in grossen Rückstand. Zuletzt musste sich der Märchler noch auf die Schultern legen lassen.

Bis 130 kg Greco trafen mit Bruno Flück und Klaus Bernet zwei Routiniers zum Zweikampf aufeinander. Sie lieferten sich ein spannendes Duell auf Augenhöhe, welches der Luzerner hauchdünn mit 7:5 für sich entscheiden konnte. Bis 61 kg Greco kam für Tuggen der 18-jährige Hosseini Esmatollah zu seiner NLB-Premiere. Der gebürtige Afghane musste sich gegen Robin Alt mit Händen und Füssen wehren, aber mit viel Leidenschaft verhinderte der Tuggner eine vorzeitige Niederlage. Der Kampf ging über die volle Distanz und endete mit einem 9:0-Punktesiegfür Ufhusen.

Hosseini Esmatollah (blau) bezog in seinem ersten NLB-Kampf eine 0:9-Niederlage. Bild: Hansruedi Ulrich

Grosse Aufholjagd

So waren die Märchler nach drei Kämpfen mit 1:9 arg im Rückstand. Doch die Tuggner verloren durch diesen Umstand nicht die Ruhe, man musste ja aufgrund der Aufstellung mit einem eher verhaltenen Start rechnen. Der Tuggner Teamkapitän Dominik Streiff ging bis 97 kg Freistil mit gutem Beispiel voran und leitete die Aufholjagd ein. Streiff rang druckvoll gegen den Berner Kranzschwinger Dominik Zangger und kam zu einem wertvollen Schultersieg. Fritz Reber folgte dem Kapitän auf dem Fusse. Bis 65 kg Freistil liess Reber seinem Gegner Marco Stöckli keine Chance und siegte durch technische Überlegenheit. Somit ging es mit einem gerechten 9:9 in die Pause und Spannung für den Rest des Kampfes war garantiert.

Starke zweite Halbzeit…

Bis 86 kg Greco eröffneten der Tuggner Neuzugang Murat Argin und Remo Kneubühler die zweite Hälfte. Und Argin legte gleich los wie die Feuerwehr. Mit druckvollen Angriffen kam der ehemalige NLA-Ringer zu einem schönen Sieg durch technische Überlegenheit. Bis 70 kg Greco hatte Jonas Müller gegen den zähen Nicola Alt hart zu kämpfen, bis der saubere 6:0-Punktesieg feststand. Müller rang dabei taktisch clever und gab bei seinem Sieg keine Wertung ab. Genau das gleiche Resultat schaffte bis 80 kg Freistil Roman Ulrich. Gegen seinen talentierten Gegner Joel Marti rang Ulrich konzentriert mit sauberen Aktionen und gab selber nichts ab. Durch den hart umkämpften 6:0-Punktesieg Ulrichs stand der Sieg für Tuggen zwei Kämpfe vor Schluss schon fest.

Adrian Ulrich (blau) ersetzte den verletzten Matuis Kusin und verlor mit 4:18. Bild: Hansruedi Ulrich

… zum deutlichen Sieg

Adrian Ulrich befand sich bis 75 kg Freistil gegen Raphael Schärli meist in der Defensive. Der Ufhusner landete seine Angriffe immer wieder wirkungsvoll. Der Märchler stand auf einen Konter hin zwar nahe an einem Schultersieg, doch der Luzerner konnte sich wieder befreien. Zuletzt endete das Duell mit 18:4 klar für den Ufhusner, aber auch Ulrich lieferte seinem Team ebenfalls Punkte ab.

Den Schlusspunkt setzte bis 75 kg Greco Teamsenior Sergey Sirenko. Der Tuggner Techniktrainer rang gegen Kilian Kneubühler wie immer sauber und präzise. Mit seinem überlegten, kraftvollen Ringerstil holte sich Sirenko einen Sieg durch technische Überlegenheit und sorgte damit für den 24:12-Auswärtssieg über Ufhusen. Der Sieg der Tuggner war eine reife Leistung und kann durchaus als verdient bezeichnet werden. So konnten die Märchler sechs von den zehn Einzelduellen für sich entscheiden. Genauso wichtig war aber auch die mannschaftliche Geschlossenheit. So wurden bei den Siegen kaum Punkte abgegeben und auch in den verlorenen Duellen wurde dem Gegner meist noch ein Punkt abgezwackt.

Hansruedi Ulrich