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Kultur
30.04.2020
01.05.2020 08:34 Uhr

Lachner Seenachtsfest findet nicht statt

Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen werden bis Ende August verboten. Auch Anlässe in Ausserschwyz und der Sport sind betroffen. Dennoch gibt es auch gute Nachrichten.

von Lars Morger

Nun ist es also definitiv: Wie der Bundesrat gestern an seiner Medienkonferenz mitteilte, sind alle Grossveranstaltungen mit mehr als 1'000 Besuchern bis mindestens Ende August verboten. Unter dieses Verbot fallen zum Beispiel Open Airs, Sportveranstaltungen und Konzerte sowie grössere Feste.

Auch Ausserschwyz betrifft das weiterhin geltende Verbot. Das Seenachtsfest, das in diesem Jahr vom 14. bis 16. August wieder in Lachen stattgefunden hätte, kann heuer nicht durchgeführt werden. Während der drei Tage tummelten sich jeweils Tausende von Leuten in der Lachner Hafenanlage, was eine Durchführung unmöglich macht.

Traditionsanlässe wie die Chilbi in Lachen (vom 4. bis 7. September) und der Siebner Märt (vom 27. bis 29. September) sind momentan vom Entscheid noch nicht betroffen, aber die Organisatoren werden sich dennoch Gedanken über eine Absage machen müssen.

Hoffnungsschimmer fürs Kino am See

Was mit Veranstaltungen unter 1'000 Personen passiert, entscheidet der Bundesrat am 27. Mai. Bis zum 8. Juni bleiben diese auf jeden Fall verboten. Bleibt also ein kleiner Hoffnungsschimmer fürs Kino am See in Pfäffikon.

Ebenfalls betroffen vom Verbot ist der Sport. Viele Anlässe müssen abgesagt werden. Die Kranzfestsaison im Schwingen ist mit dem Entscheid komplett gestrichen, dazu gehört auch der Eidgenössische Jubiläumsschwinget von Ende August in Appenzell. Fussball- und Eishockeyspiele mit Zuschauern wird es bis mindestens Ende August keine geben.

Trainings wieder möglich

Gute Nachrichten gab es vom Bundesrat gestern aber auch: Restaurants dürfen unter Auflagen – maximal vier Personen an einem Tisch, Einhaltung des Abstands – bereits am 11. Mai wieder öffnen.

Für die Vereine und Breitensportler erfreulich ist, dass die Sportanlagen und Fitnesscenter am 11. Mai wieder öffnen dürfen, wenn sie ein konformes Schutzkonzept vorlegen können. Trainings sind in kleineren Gruppen bis maximal fünf Personen ohne körperlichen Kontakt möglich. Wettkämpfe wird es allerdings noch keine geben. Im Leistungssport werden Trainings in Gruppen von mehr als fünf Personen ebenfalls ab dem 11. Mai erlaubt sein. Geisterspiele werden ab dem 8. Juni wieder zugelassen, womit die Profifussball-Saison in der Schweiz doch noch beendet werden dürfte.

Saison für Amateur-Fussball zu Ende

Die Saison im Amateurfussball ist aber vorbei. Dies teilte der Schweizer Fussballverband (SFV) gestern in einer Medienmitteilung mit. Der Beschluss gilt für alle Ligen mit Ausnahme der Super League, der Challenge League und des Schweizer Cups. 

Bereits letzte Woche forderten alle 13 Regionalverbände sowie die Erste und Amateur Liga den Saisonabbruch für den nicht-Profibetrieb (wir berichteten). Nun wurde dem Antrag vom Zentralvorstand des SFV einstimmig Folge geleistet. 

Bitter für Tuggen, Wollerau und Buttikon

Vom Entscheid sind auch alle Ausserschwyzer Fussballvereine betroffen. Da es nun weder Meister noch Auf- und Absteiger geben wird, ist der Beschluss besonders für den FC Tuggen, den FC Wollerau und den FC Buttikon bitter. Alle befanden sich nach der Herbstrunde an der Tabellenspitze und durften mit dem Einzug in die Aufstiegsrunde (Tuggen), dem Aufstieg in die 2. Liga (Wollerau) oder mit dem sofortigen Wiederaufstieg in die 3. Liga (Buttikon) liebäugeln. 

Lars Morger, Redaktion March24 / Höfe24