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Lachen
03.05.2020

Stiftung Theodora lanciert Fernbesuche für Kinder

Unterhaltung von Weitem: Die Theodora Stiftung auf Sondermission. (Bild: zvg)
Als Alternative zu den wöchentlichen Kinderbesuchen vor Ort nutzen die Traumdoktoren der Stiftung Theodora «Fernbesuche» der ganz besonderen Art, um mit den kleinen Patienten in Kontakt zu bleiben – seien es musikalische Besuche im Freien, lustige Videoanrufe oder Videos mit motivierenden Botschaften.

Nachdem die Besuche der 77 Traumdoktoren in den 34 Spitälern und 27 spezialisierten Institutionen vorübergehend aufgehoben wurden, steht die Stiftung Theodora nach wie vor in regelmässigem Kontakt mit diesen Partnern. Um ihre Mission zugunsten der Kinder fortzusetzen und das Pflegepersonal zu entlasten, hat die Stiftung ihre Angebote angepasst. Dies in enger Zusammenarbeit mit den sonst wöchentlich besuchten Einrichtungen.

Die Stiftung Theodora bietet den Spitälern und spezialisierten Institutionen im Rahmen einer «Sondermission» drei neue Arten von Besuchen an. Die Kinder haben neu die Möglichkeit, die Traumdoktoren vom Fenster aus zu beobachten, mit ihnen per Videoanruf zu interagieren oder sich ein lustiges Video von ihnen anzuschauen. 

Lachen und Musik mit Abstand 

Bei den «Besuchen im Freien» platzieren sich die Traumdoktoren ausserhalb des Spitals oder der spezialisierten Institution an einem Ort, der von den Fenstern und Balkonen aus gut sichtbar ist. Die vier Traumdoktoren – Dr. Wolle, Dr. Strubula, Dr. Pfnüsel und Dr. Lilu – erscheinen mit ihren farbenfrohen Kitteln, dezentem Make-up und Koffern mit kunterbunten Accessoires vor dem Gebäude. Sie lachen, musizieren, machen Seifenblasen und lassen Ballone in die Luft steigen. Kinder, Angehörige und Spitalmitarbeitende beobachten das Spektakel aufmerksam.

Virtuelle Live-Besuche

Auch virtuelle Live-Besuche per Videoanruf (via Laptop, Tablet oder Smartphone) stehen neu im Angebot. In Zusammenarbeit mit dem Pflege- und Betreuungspersonal interagieren die Traumdoktoren mit den Kindern und bieten ihnen eine Animation, die ihren Wünschen und Bedürfnissen entspricht. Dr. Wolle und Dr. Lilu etwa haben einem Jungen auf der Onkologie-Abteilung des Kinderspitals Luzern mit einem virtuellen Live-Besuch eine Freude gemacht. «Er hätte am liebsten gar nicht mehr aufgelegt», meint Dr. Lilu lachend. 

Schwimmlektionen, fröhliche Lieder und Zaubertricks 

Um die Verbindung zu den Kindern und dem Pflege- und Betreuungspersonal aufrechtzuerhalten, erstellen die Traumdoktoren zudem aufmunternde Videos. Mit motivierenden Worten, fröhlichen Liedern, lustigen Zaubertricks oder fantasievollen Geschichten zaubern die Künstler den Menschen, die sie sonst wöchentlich besuchen, ein Lächeln aufs Gesicht.

Die Videos sendet die Stiftung Theodora an die Einrichtungen, welche diese dann an die Kinder und das Personal weiterleiten. Die Videos sind so vielseitig und kunterbunt wie die Traumdoktoren selbst. Während Dr. Ahoi, beispielsweise, mit seinen kleinen Zuschauern das Geheimnis einer Flaschenpost lüftet, demonstriert Dr. Spôôk verschiedene Zaubertricks. Dr. Tiramisùs Lied «Three Little Birds» dient als eine Botschaft der Hoffnung in dieser schwierigen Zeit.

Willkommene Aufheiterung für alle 

«Gerade in dieser Zeit ist es wichtiger denn je, positiv zu bleiben und Momente der Freude und des Lachens zu schenken. Das ist ein Ziel, das wir als Stiftung seit 27 Jahren verfolgen und wir finden auch jetzt Wege, um dieses zu erreichen,» erklärt André Poulie, Präsident und Mitbegründer der Stiftung, den Grund für die «Sondermission».

Auch von Seiten der Spitäler und spezialisierten Institutionen werden die Angebote der Stiftung sehr begrüsst. «Die Aktionen durch die Stiftung Theodora sind stets, aber insbesondere auch in dieser schwierigen Zeit eine willkommene Unterstützung und Aufheiterung», betont Thomas Neuhaus, Departementsleiter des Kinderspitals Luzern und Chefarzt Pädiatrie. 

Redaktion March24/Höfe24