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Lifestyle
01.05.2020

Auch Bibliotheken bieten Take-Away

Auch wenn derzeit viele Ausserschwyzer Bibliotheken geschlossen sind, bieten einige einen Take-away Service an, so dass Bücherfreunde auch in der Corona-Krise nicht auf spannende Geschichten verzichten müssen.

von Yasmin Jöhl

Bibliotheken müssen voraussichtlich bis am 8. Juni geschlossen bleiben müssen. Gerade in dieser Zeit ist Lesen jedoch für viele zu einer wichtigen Beschäftigung geworden. Daher haben sich einige Ausserschwyzer Bibliotheken kurzerhand zu einem Take-away gewandelt und damit die Möglichkeit geschaffen, dass weiterhin Medien ausgeliehen werden können.

Bücher kommen in Quarantäne

So verfügt die Mediothek Lachen seit dieser Woche über einen Onlinekatalog, in dem das gesamte Angebot eingesehen werden kann und Mitglieder anhand eines Logins Reservationen tätigen können. «Zum Schutz der Mitarbeiterinnen und um die Ressourcen zu schonen, hatten wir zunächst kein Angebot ins Auge gefasst», erklärt Christine Burlet den Umstand, dass die Mediothek in Lachen erst jetzt diesen Service anbietet. Weil die Schliessung nun doch länger dauere, habe sich das Team überlegt, in welcher Form die Mediothek wieder zugänglich gemacht werden kann.

Während den zweistündigen Telefonzeiten können die ausgeliehenen Medien in die vor der Mediothek bereitstehende Kiste zurückgelegt werden. Sie kommen drei Tage lang in Quarantäne und werden fachgerecht gereinigt, bevor sie wieder ausgeliehen werden. Weiterhin gilt auch, dass sämtliche Leihfristen bis zur regulären Wiedereröffnung verlängert sind und keine Mahngebühren erhoben werden.

Wichtiges Bedürfnis

Auch in der Mediothek in Freienbach können Medien anhand des Onlinekatalogs bestellt werden, die anschliessend im Briefkasten abgeholt werden können. Das Angebot wolle man anbieten, auch wenn es einen Mehraufwand bedeutet.

In der Maihof-Bibliothek in Schindellegi besteht bereits seit drei Wochen ein Take-away Service. «Die Personen, die dieses Angebot schon angenommen haben, sind total begeistert», freut sich Leiterin Barbara Rölli. Auch hier werde jedes Medium gereinigt, was zwar vorher schon der Fall war, mit dem Unterschied, dass «die Rücknahmen jetzt mit Handschuhen bearbeitet » werden, sagt Rölli. Weil die Leserinnen und Leser nicht selbst in der Bibliothek stöbern können, berate das Team zudem vermehrt. 

Keine Spiele

Im Gegensatz zu den Bibliotheken haben sowohl die Ludothek in Pfäffikon als auch diejenige in Siebnen kein solches Angebot. Birgit Roth von der Ludothek Siebnen sagt zwar, dass man sich zu Beginn Gedanken gemacht und sich um eine Lösung bemüht habe, jedoch sah man keine Möglichkeit, die Spiele weiter an die Bevölkerung ausleihen zu können.

Redaktion March24/Höfe24