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15.08.2021
06.05.2022 15:37 Uhr

Entlang der Ausserschwyzer Grenze: Hoch zu Ross und entspannt im Gummiboot

Das Naherholungsgebiet direkt vor der Haustür.
Das Naherholungsgebiet direkt vor der Haustür. Bild: Daniela Jurt
In unserer Sommerserie bewältigen wir die Ausserschwyzer Grenze mit den unterschiedlichsten Fortbewegungsmitteln. Die siebte Etappe führte zu Ross und mit dem Gummiboot von Tuggen zum Linthkanal.

Morgens halb zehn im Linthgebiet zwischen Reichenburg und Tuggen – idyllische Landschaft, schöne Fauna, Vogelgezwitscher, gutes Wetter, ein perfekter Tag für unsere Mission. Zusammen mit meiner Freundin Sandy Stoob und ihrer 9-jährigen Stute Cavella werden wir heute die Ausserschwyzer Grenze im Linthgebiet abreiten. Sandy hoch zu Ross und ich zu Fuss. 

Sandy Stoop und Cavella. Bild: Daniela Jurt

Wir ziehen los und es entsteht schnell ein spannendes und interessantes Gespräch. Ich erfahre viel über ihren Pferdealltag. Die zwei machen mir Eindruck. Sandy ist ein «Gutmensch» und genau das wiederspiegelt sich in ihrem Pferd. Cavella ist eine liebenswerte und umgängliche Stute, möchte immer alles richtig machen, ist verspielt, hat aber ab und an auch ihren eigenen Kopf. Mit uns hat sie heute morgen viel Geduld, muss sie doch des Öfteren für die Kamera posieren oder Wege abreiten, damit ein tolles Video entstehen kann.

Ein Picknick in dieser schönen Umgebung lassen wir uns natürlich nicht nehmen. Nebst Kaffee und Gipfeli haben wir auch an einen Apfel für Cavella gedacht.

Auch die neunjährige Stute Cavella wolte am Picknick teilhaben. Bild: Daniela Jurt

Und dann, frisch gestärkt, darf ich nach über 25 Jahren wieder in den Sattel steigen! Da merke ich plötzlich, dass auch ich älter geworden bin und die «jugendliche Unbeschwertheit» dem Respekt gewichen ist. Ich bin also froh, führt Sandy Cavella und überlässt die Zügel nicht mir alleine. Je länger ich reite, je mehr kommt die Sicherheit zurück. 

Doch ich übergebe Sandy nach einer Weile gerne wieder das Zepter. Das Schloss Grynau kommt in Sicht, da werden sich unsere Wege trennen. Mit festem Boden unter den Füssen schaue ich bewundernd zu, wie elegant die Beiden an mir vorbeigaloppieren und schon bald aus meinem Sichtfeld verschwunden sind. 

Daniela Jurt sass erstmals seit über 25 Jahen wieder im Sattel. Bild: Daniela Jurt

Mein Fazit für diese Tour: Ob hoch zu Ross oder als Spaziergänger – wir leben an einem wunderbaren Ort, mit einem Naherholungsgebiet, in welchem alle in Einklang leben - Mensch, Tier und Fauna – schöner geht’s nimmer! 

Das Naherholungsgebiet direkt vor der Haustür. Bild: Daniela Jurt

Weiter gehts danach mit dem Gummiboot den Linthkanal hinab. Meine Begleitung für diesen Abschnitt sind meine Turnvereinkameradin Daniela Krieg und unsere ältesten Töchter, Adriana und Livia. Nachdem wir das «Böötli», in alter Manier, mit einer Handpumpe aufgepumt haben, machen wir uns ans Einschiffen. Ohne zu kentern oder nass zu werden, schaffen wir es ins Boot und lassen uns Richtung Zürichsee treiben.

  • Nach dem aufpumpen des «Böötli» geht es ans Einschiffen in die Linth. Bild: Daniela Jurt
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  • Die schöne Landschaft im Linthkanal. Bild: Daniela Jurt
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Die Linth zieht stark und wir müssen um Vorwärts zu kommen, nicht viel beisteuern. Wir geniessen die Ruhe und die schöne Landschaft, die an uns vorbeizieht. Etwas Sorge bereitet uns Erwachsenen die Einfahrt in den Zürichsee. Wir wissen nicht genau, was für eine Stromschnelle uns da erwartet. Unsere Sorge war umsonst, denn ehe wir uns versehen, tümplen wir bereits im Zürichsee umher. Die Challenge besteht nun eher darin, wie wir aus der Strömung kommen und weiter nach Schmerikon paddeln können. Kaum haben wir paar Meter gutgemacht, zieht es uns auch schon wieder zurück. Unter lautem Gelächter durfte ich dann, wohl oder übel, in den, nicht ganz so warmen, Zürichsee springen um das Boot wieder auf Kurs zu bringen. Das Ufer von Schmerikon erreichen wir dann ohne weitere Zwischenfälle und lassen uns, wohlverdient, an der Promenade von der Sonne trocken.

  • Nach dem Paddelerlebnis, die wohlverdiente Pause an der Promenade in Schmerikon. Bild: Daniela Jurt
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  • Nach der Linth gelangt man bei Schmerikon in den Zürichsee. Bild: Daniela Jurt
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Daniela Jurt, Redaktion March24 & Höfe24