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03.08.2021

Wisentstier Wumbro sorgt für eine kleine Sensation

Für eine kleine Sensation sorgt Stier Wumbro. Mit bald 22 Jahren ist er der älteste Zuchtbulle im europäischen Zuchtprogramm.
Für eine kleine Sensation sorgt Stier Wumbro. Mit bald 22 Jahren ist er der älteste Zuchtbulle im europäischen Zuchtprogramm. Bild: Erhard Gick
Mit bald 22 Jahren ist der Wisentstier Wumbro im Natur- und Tierpark Goldau der älteste Zuchtbulle Europas und sorgt damit für eine neue Marke

Noch hat das Jungtier, welches am Mittwoch mitten am Tag im Tierpark Goldau zur Welt kam, keinen Namen. Alle im Natur- und Tierpark Goldau geborenen Wisente erhalten Namen, die mit den Buchstaben «Tj» starten. Voraussichtlich kann man auf den Social-Media-Kanälen des Tierparks in den nächsten Tagen über verschiedene Vorschläge abstimmen.

Eine kleine Sensation ist die Geburt des kleinen Wisentlis. «Der mächtige Wisent Wumbro ist mittlerweile 21 Jahre und 10 Monate alt und damit der älteste Wisentstier im europäischen Erhaltungszuchtprogramm für Wisente», erklärt Martin Wehrle, Tierarzt im Tierpark Goldau. Wisente werden in der freien Natur zehn bis zwölf Jahre alt, in der Zucht schaffen es einzelne Tiere auf ein Alter zwischen 15 und 17 Jahren. «Dass er in diesem hohen Alter noch erfolgreich in der Zucht eingesetzt werden konnte, ist schon ganz speziell», kommentiert Martin.

Eine Geburt mitten am Tag

Eine Wisentgeburt mitten am Tag kommt nicht oft vor – und mit erneutem Nachwuchs von Rekordbulle Wumbro hatte auch niemand gerechnet. Normalerweise würden Wisentkühe in der Nacht werfen. Die Geburt des jungen Wisentkalbes konnten zahlreiche Tierpark-Besucher mitverfolgen. Wenn man dieses Ereignis als Spektakel bezeichnen darf, so dauerte die Geburt, bis das Kalb erstmals auf eigenen Beinen stehen konnte, genau 30 Minuten. Danach wurde das Tier ordnungsgemäss gechippt und das Geschlecht bestimmt.

Das sechsjährige Muttertier Kirstin hat am Mittwoch ein noch namenloses Kalb zur Welt gebracht. Bild: Erhard Gick

Was passiert mit dem Wisentnachwuchs im Tierpark Goldau?

Die Jungtiere sind für ein Wiederansiedlungsprogramm bestimmt. Seit Beginn der Wisenthaltung in Goldau konnten zwei Tiere in der Slowakei, vier in Rumänien und eines in Polen als Gründertiere von neuen Herden ausgewildert werden – alles Nachkommen von Wumbro.

Erhard Gick