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17.07.2021
18.07.2021 12:09 Uhr

Hochwasser in Ausserschwyz: Zürichsee überschreitet Pegelstand von 2005

Die Grenze vom Ufer zum See ist in Lachen nicht mehr gut erkennbar.
Die Grenze vom Ufer zum See ist in Lachen nicht mehr gut erkennbar. Bild: Hans-Ruedi Rüegsegger
Der Wasserstand des Zürichsee steigt mit dem Regen noch weiter an. An exponierten Stellen kam es zu Überflutungen. Der Zürichsee hat am Freitag den Pegelstand des Jahrhundert-Hochwassers von 2005 übertroffen.

Der Pegel des Zürichsee belief sich am Samstagvormittag auf 406,74 Meter über Meer. Das bedeutet nach wie vor Gefahrenstufe 4 (gross). Mit diesem Pegelstand hat der Zürichsee die Marke des Jahrhundert-Hochwassers im Jahre 2005 bereits kurz nach der Egalisierung übertroffen.

  • Lachen am Freitagmittag Bild: Hans-Ruedi Rüegsegger
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  • Das Wasser bahnt sich seinen Weg immer weiter am Ufer. Bild: Hans-Ruedi Rüegsegger
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  • Wenigstens die Kinder hatten Freude am Wasser. Bild: Hans-Ruedi Rüegsegger
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  • Passagiere können an der Altendörfler Seestatt keine mehr einsteigen. Bild: Lars Morger
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  • Denn der Steg steht komplett unter Wasser. Bild: Lars Morger
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Immer wieder kam es zudem an den Ausserschwyzer Hängen zu kleineren Erdrutschen. Grosse Schäden blieben allerdings aus.

  • Bild: Lars Morger
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Die Wasserstände etwa des Vierwaldstättersees, des Bielersees und der Aare bei Bern, des Rheins in Basel und des Zürichsees gingen in der Nacht auf Freitag weiter in die Höhe, wie aus den Messdaten des Bundes hervorging. Am Vierwaldstättersee beträgt der Pegel bereits 434,92 Meter, was 18 Zentimeter über der Gefahrenstufe 5 (sehr gross) liegt. Die Situation ist dort nach wie vor sehr prekär. Der Regierungsrat hat nun auf dem im Kanton Schwyz liegenden Teil des Sees die private Schifffahrt inklusive Stand-up-Paddles oder Ähnliches verboten. Das Verbot gilt bis auf Widerruf.

Die ZSG reduziert den Schiffsverkehr

Das Hochwasser im Zürichsee hat auch Auswikungen auf die Schifffahrt. Die Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) stellt bis mindestens am Montag aufgrund des Hochwassers einen Teil des Schiffsbetriebes ein. Betroffen sind die grossen Seerundfahrten sowie alle Schiffsfahrten im Obersee. Dies wird nötig, weil deran gewissen Stationen kein sicheres Aussteigen der Fahrgäste mehr garantiert werden kann. Folgende Kurse sind betroffen:

Ab Zürich:
- Alle Grosse Seerundfahrten (Kurse 103/104, 105/106, 109/110, 111/112, 113/114 und 117/118)
- Alle Flussrundfahrten (alle Kurse)

Ab Rapperswil:
- Oberseerundfahrt mit Abfahrt um 11.30 Uhr (Kurs 301/302)
- Seerundfahrt mit Abfahrt um 14.15 Uhr (Kurs 308/309)
- Ufenau-Shuttle (alle Kurse)

Weitere Impressionen des Hochwassers in Ausserschwyz:

  • In Lachen am See sitzen geht jetzt nicht mehr. Bild vom Donnerstagnachmittag. Bild: Hans-Ruedi Rüegsegger
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  • Jetzt wirds sogar den Enten zu viel. Bild: Hans-Ruedi Rüegsegger
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  • Das Beachvolleyfeld in Lachen am Donnerstagnachmittag. Bild: Hans-Ruedi Rüegsegger
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  • Im Riet beim Seedamm Pfäffikon haben sich eigene kleine Seen gebildet. Bild: Lars Morger
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  • Der Zürichsee nimmt Lachen ein. Bild: Hans-Ruedi Rüegsegger
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  • Nuolen am Mittwochmittag. Bild: Franz Feldmann
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  • Badi Pfäffikon am Mittwochmittag. Bild: Stefan Grüter
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  • Hafen Pfäffikon am Mittwochmittag. Bild: Stefan Grüter
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  • In Nuolen sammelte sich das Wasser zu einem kleinen See. Bild: Franz Feldmann
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  • Hurden am Dienstagmittag. Bild: Lars Morger
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  • Seedamm am Dienstagmittag Bild: Lars Morger
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  • Der Schiffsteg in Lachen am Dienstagmittag. Bild: Hans-Ruedi Rüegsegger
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  • Der Spielplatz in Pfäffikon steht unter Wasser. Bild: Roger Tschümperlin
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  • Der ganze Rasen der Hafenanlage in Pfäffikon steht unter Wasser. Bild: Roger Tschümperlin
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  • Bild: Roger Tschümperlin
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  • Die Grynau ist etwas breiter geworden… Bild: Franz Feldmann
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  • In Nuolen kann man zu Fuss vom Steg direkt ins Wasser gehen. Bild: Franz Feldmann
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  • Das Eichhörnchen flüchtet vor den Wassermassen. Bild: Roger Tschümperlin
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Strassensperren in Innerschwyz

Aufgrund der starken Regenfälle und dem Hochwasser gingen bei Einsatzzentrale der Kantonspolizei Schwyz seit Donnerstagabend rund 20 Notrufe wegen überfluteten Strassen oder Wassereinbrüchen in Gebäude ein. Meldungen über verletzte Personen liegen nicht vor. Im Einsatz stehen die Feuerwehren von Ingenbohl, Lauerz, Sattel, Schübelbach und die Feuerwehr Stützpunkt Schwyz. Wegen des Hochwassers mussten zudem folgende Strassen gesperrt werden:

– Autobahn A4 zwischen Goldau und Seewen, Fahrtrichtung Süden
– Strasse zwischen Lauerz und Seewen in beiden Richtungen
– Seewernstrasse zwischen Seewen und Brunnen in beiden Richtungen

Die Autobahn zwischen Goldau und Seewen ist seit Sonntagmorgen wieder offen.

 

Sicherheitsmassnahmen beachten:

Aufgrund der angekündigten weiteren Niederschläge ist davon auszugehen, dass sich die Situation weiter verschärfen wird. Folgende Sicherheitsmassnahmen sind zu beachten:

• Bootsbesitzer sind aufgefordert, die Taulänge der Vertäuung zu kontrollieren und nötigenfalls zu verlängern, beziehungsweise Boote allenfalls ausserhalb der Bootshäuser und Unterstände zu stellen.
• Halten Sie sich nicht in Gewässernähe auf und gehen Sie bei Überschwemmungsgefahr nicht in Keller oder Tiefgaragen.
• Fahren Sie nicht mit Fahrzeugen auf über­fluteten Strassen
• Halten Sie sich nicht in Gewässernähe auf und meiden Sie vom Hochwasser betroffene Gebiete.

Redaktion March24 & Höfe24