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Kanton
05.04.2020

Petra Gössi will Massnahmen lockern

FDP-Präsidentin Petra Gössi fordert unter anderem eine Schutzmaskenpflicht und dass die Volksschulen insbesondere auf der Unter- und Mittelstufe nach den Frühlingsferien ihren Betrieb wieder aufnehmen. (Bild: Archiv/Stefan Grüter)
FDP-Präsidentin Petra Gössi setzt sich für eine Lockerung der Corona-Massnahmen ein und plädiert für eine möglichst rasche Öffnung der Geschäfte und der Schulen.

Zwar forderte die FDP diese Woche vom Bundesrat eine rasche Exitstrategie aus der Krise, Vorschläge der Partei sind jedoch ausgeblieben. Nun wird die Präsidentin Petra Gössi konkret: «Es braucht ein deut-liches Zeichen, dass keine Massnahmen aufrechterhalten werden, die nicht unbedingt nötig sind», sagt Gössi gegenüber der «NZZ am Sonntag». Will also heissen, dass alle Geschäfte wieder öffnen, welche die Sicherheitsmassnahmen des Bundesamts für Gesundheit einhalten können. Würde dies nicht geschehen, würde das Verständnis für die Massnahmen des Bundesrats unnötig aufs Spiel gesetzt, so die Schwyzer Nationalrätin. 

Chancengleichheit gewährleisten

Weiter fordert sie, dass die Volksschulen insbesondere auf der Unter- und Mittelstufe nach den Frühlingsferien ihren Betrieb wieder aufnehmen. Dabei geht es der Küssnachterin um Chancengleichheit: Während Homeschooling für viele Kinder eine gewisse Zeit lang funktioniere, können die Eltern in fremdsprachigen und sozial benachteiligten Familien ihre Kinder weniger gut unterstützen. 

Das alles solle möglichst schnell geschehen, wobei allerdings wichtig sei, dass «Lockerungen gesundheitspolitisch vertretbar» seien, wie Gössi einräumt. Denn das Schlimmste wäre es, wenn nach der Öffnung die Ansteckungen wieder ansteigen würden und der totale Lockdown die Folge wäre. 

Das wichtigste sei jedoch, dass «die Bevölkerung die Massnahmen mitträgt», betont die FDP-Präsidentin. Gerade jetzt, wo draussen Frühlingswetter herrsche und die Osterferien kommen. 

Mit der Forderung der Schutzmaskenpflicht seitens der SVP ist Gössi im Grundsatz einverstanden. Das Tragen der Masken könne ein  Element sein, damit mehr Leute  arbeiten können und mehr wirtschaftliche Tätigkeit möglich werde. 

Verrat an der nächsten Generation

Dass der Bundesrat seine Liquiditätshilfe für die Wirtschaft von 20 auf 40 Milliarden Franken erhöht hat, versteht Petra Gössi. Man müsse jedoch auch sehen, dass die Krise gewaltige Summen koste. «Es wird zwei Generationen dauern, bis wir die nun eingegangenen Schulden wieder ab-getragen haben», sagt die Nationalrätin gegenüber der «NZZ am Sonntag». Gerade deshalb sei eine vollständige Lahmlegung der Wirtschaft «schlicht Verrat an der nächsten Generation». 

Redaktion March24/Höfe24