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Kanton
06.04.2020

«Die Ostertage werden zur Herausforderung»

Lugano ist jedes Jahr ein beliebtes Reiseziel an Ostern. Aufgrund der Coronavirus-Lage ist es deshalb besonders wichtig, dass dieses Jahr nicht ins Tessin gereist wird. (Bild: Keystone)
Der Stabschef des Kantonalen Führungsstabes, Magnus Sigrist, gibt Auskunft über die aktuelle Lage und fordert die Schwyzerinnen und Schwyzer auf, an Ostern Zuhause zu bleiben.

mit Magnus Sigrist sprach Johanna Mächler

Wie viele Intensivbetten stehen mittlerweile in den Schwyzer Spitälern für Corona-Patienten bereit?

Die Schwyzer Spitäler haben sich darauf vorbereitet, um zusammen mit ausserkantonalen Listenspitälern genügend Kapazitäten zur Verfügung zu stellen. Dem Kanton sind noch zusätzliche Beatmungsgeräte durch die Schweizer Armee zugeteilt worden. Bei Bedarf kann die Anzahl der Intensivpflegeplätze noch weiter heraufgefahren werden.

Wie sind die Zahlen an Ärzten und Pflegekräften?

Zurzeit verfügen die Gesundheitsinstitutionen über genügend Personal. In den Gemeinden gibt es ebenfalls Führungsstäbe.

Wie sind diese in die momentane Situation involviert?

Die Gemeinden und im Speziellen ihre Führungsstäbe werden durch den KFS periodisch mit Bulletins über die aktuelle Lage informiert. Die Führungsstäbe unterstützen den KFS bei der Umsetzung der Massnahmen des Bundes auf Stufe Gemeinde, etwa mit Unterstützung der Alters- und Pflegeheime mit Personal und Material.

«Es wird eine Herausforderung sein, die Bevölkerung dazu anzuhalten, sich auch über die Ostertage an die Massnahmen zu halten.»
Magnus Sigrist, Stabschef des kantonalen Führungsstabs

Die Situation bleibt angespannt: Bleiben die Schwyzerinnen und Schwyzer wirklich daheim?

Bis anhin haben sich die Schwyzerinnen und Schwyzer gut an die Vorgaben und Empfehlungen des BAG gehalten. Es wird aber eine Herausforderung sein, die Bevölkerung dazu anzuhalten, sich auch über die Ostertage an diese Massnahmen zu halten. Dies ist nicht zuletzt aus Solidaritätsüberlegungen aber sehr wichtig.

Ostertage im Tessin: Wäre eine (zeitweise) Schliessung des Gotthard-Strassentunnels eine Option?

Ich wäre untere anderem aus logistischen Gründen klar dagegen. Über eine solche Massnahme entscheidet aber einzig der Bund.

Mit welchen Empfehlungen kann man die Leute über die Ostertage daheim halten?

Mit Plakataktionen wie: Vermeiden Sie Menschenansammlungen! – Abstand halten, 2 Meter! – Bleiben sie zu Hause! – und Aufrufen versuchen wir die Sensibilisierung der Bevölkerung zu ihrem eigenen Schutz weiterhin hochzuhalten. Zudem werden durch vermehrte Patrouillentätigkeit der Polizei diese Empfehlungen unterstützt.

Johanna Mächler, Redaktion March24 /Höfe 24