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Geld & Energie
27.03.2020
27.03.2020 14:55 Uhr

«Historisch ist dies einmalig»

Pirmin Schwander: «Es gehört zu meinem Naturell, dass ich nicht alles akzeptiere und wenn nötig, kann ich auch insistieren, wenn die Antworten nicht befriedigend sind.» (Bild: Archiv)
Die Finanzdelegation der eidgenössischen Räte (Findel) muss die dringlichen Kredite beurteilen, welche der Bundesrat wegen der Corona-Pandemie beantragt. Wir haben mit Vizepräsident Pirmin Schwander gesprochen.

von Daniel Koch

Letzten Sonntag und Montag fanden in Bern Sitzungen der sechsköpfigen Findel statt. Diese stimmte dringlichen Krediten des Bundesrats in der Höhe von 30,7 Mrd. Franken zu. Wie Vizepräsident Pirmin Schwander mitteilt, trifft man sich dazu vorläufig noch physisch vor Ort. Man sei aber am Prüfen, ob künftig auch Telefonkonferenzen möglich wären. Dazu müsste etwa die Abhörsicherheit garantiert werden können, sagt er. 

«Wir bekommen Einsicht in sehr viele Dokumente, die Verantwortung ist allen bewusst, auch mir.» In der momentanen ausserordentlichen Lage seien sie stark gefordert. «Niemand hat gedacht, dass so ein riesiges Kreditpaket kommen wird. Historisch ist dies einmalig. Und das Parlament muss auf unsere Arbeit vertrauen können.» Nun werde die Findel auch in der breiten Öffentlichkeit bekannt und man sehe, was sie tut. 

An den zwei Tagen werden jeweils 50 bis 70 Geschäfte behandelt. Diese betreffen alle finanzpolitisch wichtigen Themen. Dabei gehe es bei Weitem nicht nur ums Geld. «Dahinter steht immer ein Projekt, welches man verstehen muss. In den letzten zwei Jahren standen viele IT-Fragen an.» Über die Jahre erhalte man so einen Überblick des Bundeshaushalts und die föderalen Strukturen. 

Daniel Koch