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Kanton
27.03.2020
27.03.2020 12:03 Uhr

Schwyzer Zivilschutz hilft an vorderster Front mit

Einsatzleiter Pascal Pawils (links) und Leutnant Janick Büeler bei der Erarbeitung der Schichtpläne. (Bild: zvg)
Seit bald zwei Wochen ist auch der Zivilschutz des Kanton Schwyz im Dauereinsatz. Täglich zeigen 25-30 Zivilschützer hohe Einsatz- und Durchhaltefähigkeit.

Der Zivilschutz arbeitet aktuell immer noch mit Freiwilligen. Im Rahmen eines Aufrufes an alle aktiven Zivilschützer haben sich vor rund zwei Wochen über 70 Freiwillige gemeldet und bilden damit eine gutempersonelle Grundlage für die vielen Einsätze, welche zum Teil sogar im Schichtbetrieb und an Wochenendenmgeleistet werden müssen.

«Natürlich könnten wir unsere Formationen auch alarmmässig aufbieten, wie wir das zum Bespiel beim Grossbrand der Firma Schilliger in Küssnacht vor drei Jahren erfolgreich gemacht haben. Die aktuelle Situation ist aber eine ganz andere», betont der verantwortliche EinsatzleiternPascal Pawils. «In der jetzigen Situation wäre es nicht zielführend, Züge oder gar eine ganzenZivilschutz-Kompanie auf diesem Weg zu alarmieren. Wir würden damit Leute aus Betrieben oder wichtigen Institutionen herausholen, welche in dieser schwierigen Zeit in ihrem angestammten Beruf dringend benötigt werden.»

Eine der herausfordernden Aufgaben des Zivilschutzes: Der Betrieb der «Infoline CORONA» des KFS. (Bild: zvg)

Bewilligung der Unterstützungsbegehren durch den KFS

Die Einsätze werden nicht durch die Führung des Zivilschutzes selber bestimmt, sondern das «zentrale Einflugsloch» für Unterstützungsbegehren aus den Gemeinden, Bezirken und Institutionen ist der Kantonale Führungsstab Schwyz (KFS). Hier wird beurteilt, ob ein Einsatz aus dem Zivilschutz-Pool in Frage kommt. Der Entscheid und die Auftragserteilung erfolgen schliesslich durch Stabschef Magnus Sigrist.

Armin Reichlin, Abteilungsleiter Zivilschutz und Mitglied des KFS: «Aktuell stehen insbesondere die drei Schwyzer Spitäler Einsiedeln, Lachen und Schwyz im Fokus der Unterstützung. Wir sind hier verantwortlich für die Eingangskontrollen und für die Pretriagen am Notfall.» Weitere Arbeiten sind zudem die Führungsunterstützung und Lagedarstellung für den KFS. Man betreibe mit versierten Stabsassistenten die «Infoline CORONA» des Kantons Schwyz und unterstütze auch das Amt für Gesundheit und Soziales im Backoffice und im logistischen Bereich – z.B. bei der Verteilung von Hygienematerial. «Neu werden wir ab der kommenden Woche auch im regionalen Corona-Testcenter in Einsiedeln mit dem Zivilschutz im Einsatz stehen», so Reichlin weiter.

Mehr Freiwillige gesucht

Aufgrund der sehr dynamischen Lageentwicklung ist davon auszugehen, dass der Einsatz auch in den kommenden Wochen weitergeführt werden muss. Der zuständige Verantwortliche für den Schwyzer Zivilschutz Armin Reichlin: «Unsere rollende Planung deckt die aktuell bekannten Einsätze für die nächsten drei Wochen sehr gut ab. Da wir aber für weitere Aufträge gewappnet sein müssen, werden wir den Personal-Pool noch einmal aufstocken.»

Es wird also ein weiterer Aufruf an alle aktiven AdZS gemacht werden und Reichlin ist überzeugt, dass sich noch einmal viele Freiwillige melden werden, welche in der Zwischenzeit nicht mehr arbeiten können oder sich aufgrund der zuspitzenden Lage bereit erklären, mit dem Zivilschutz in den Einsatz zu gehen und damit einen wertvollen Beitrag in diesen schwierigen Zeiten zu leisten.

red