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Sport
26.03.2020

50 Millionen liegen bereit

Die Mehrzweckhalle in Altendorf steht wie alle anderen Turnhallen dieser Tage leer. Um die Vereine für diese Zeit zu entschädigen, spricht das Baspo 50 Millionen für den Breitensport. (Bild: Archiv)
Der Bund spricht in der Coronakrise 50 Millionen Franken für den Breitensport. Die Begünstigten müssen das Geld nicht zurückzahlen.

Das Coronavirus legt die Sportaktivitäten nicht nur lahm, es frisst auch Löcher in die Kassen von Vereinen, Trägervereinen, Veranstaltern und Verbänden. Nun stellt der Bund dafür eine Kasse von 50 Millionen bereit. Der Bundesrat wie auch die mit dem Umgang mit dem Fonds betrauten Organisationen Swiss Olympic und Bundesamt für Sport (Baspo) stellen die Kriterien für die Verteilung des Batzens unter ein übergeordnetes Ziel: Der Schweizer Sport soll nach der Coronakrise in der gleichen Form weiterbestehen wie davor. Insofern sind die 50 Millionen à fonds perdu als Nothilfe zu sehen.

Ein Beispiel für Organisationen und Veranstaltungen, deren Existenz bedroht sein könnte und die dank einer Finanzspritze gerettet werden sollen, sind Trägervereine von jährlich wiederkehrenden Anlässen. Im Schwingen etwa werden die sechs Bergkranzfeste immer an den gleichen historischen Stätten ausgetragen. Die Trägervereine können unterschiedlich liquid sein. Der Ausfall eines einzigen Festes könnte das Weiterbestehen des traditionsreichen Anlasses gefährden. Es wäre ein Beispiel für die sinnvolle Anwendung der Bundeshilfe.

Wer Hilfe beansprucht, muss diese bei Swiss Olympicbeantragen. Im Gesuch muss die Organisation auch ihre finanzielle Situation offenlegen. Gesuche, die am Schluss berücksichtigt werden könnten, leitet Swiss Olympic an das Baspo weiter. Eine unabhängige, von Swiss Olympic beauftragte Revisionsstelle durchleuchtet das Gesuch. Geht alles mit rechten Dingen zu, zahlt das Baspo der Organisation den für die Liquidität benötigten Betrag ohne weitere Bürokratie aus.

Die Kriterien für eine Auszahlung werden bis Ende Woche durch das Baspo definiert. Wie für den Breitensport stellt der Bund auch für den Schweizer Profisport 50 Millionen Franken zur Verfügung. Wo aber hört der Breitensport auf, und wo fängt der Profisport an? Dies im Einzelnen klar zu definieren ist eine heikle Aufgabe. Beispiel Engadiner Skimarathon: An der Spitze laufen Profis, das Gros der Teilnehmer jedoch sind Hobby- und Gesundheitsläufer. «Wir werden darauf achten», sagt Kaufmann, «welche Seite bei welcher Veranstaltung überwiegt.» Der Engadin Skimarathon werde deshalb dem Amateur- und Breitensport zugerechnet. 

red