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25.03.2020

Weniger Verletzte im Strassenverkehr

Der wohl spektakulärste Verkehrsunfall im letzten Jahr: Im November 2019 prallt ein junger Mann mit 169 km/h gegen den Kreisel in Galgenen und fliegt in ein Wohnhaus. Das Haus brannte komplett nieder. (Bild: Archiv)
2019 gab es auf Schwyzer Strassen 832 von der Polizei registrierte Unfälle. Es starb eine Person mehr im Strassenverkehr als noch 2018, die Zahl der Schwerverletzten stagnierte.

von Urs Attinger

Das Erfreuliche an der Verkehrsunfallstatistik der Kantonspolizei Schwyz, die soeben veröffentlicht wurde, ist, dass die Anzahl der Verletzten abgenommen hat. Unfälle mit Personenschaden sind um 17 zurückgegangen. Dies bei einer Zahl von 832 von der Polizei registrierten Verkehrsunfällen. Im Gegenzug ist die Anzahl Unfälle mit Sachschaden (+28)  am stärksten gestiegen. 

Die übrigen Zahlen sind entweder leicht gestiegen oder nur leicht gesunken. Sechs Menschen verloren 2019 durch einen Verkehrsunfall ihr Leben, einer mehr als im Vorjahr. 48 Menschen erlitten erhebliche Verletzungen, sechs lebensbedrohliche. Die Zahl der Schwerverletzten verharrt auf Vorjahresniveau, leichte Verletzungen gingen um 46 auf 243 zurück.

Die Anzahl auf dem Schulweg verunfallter Kinder ist auf 18 angestiegen.

Unfallursachen vielfältig

Auch wenn die Unfälle aufgrund von Unaufmerksamkeit und Ablenkung mit 142 (Vorjahr 156) erneut zurück-gegangen sind, bilden sie weiterhin die häufigste Unfallursache. Mit einem Anstieg von 128 auf 135 bleibt das Missachten des Vortritts zweithäufigste Unfallursache und macht den Vorjahresrückgang wieder wett. Auch beim Nichtanpassen der Geschwindigkeit an die Strassenverhältnisse musste 2019 ein Anstieg verzeichnet werden, von 97 auf 110. Mit 58 Unfällen ist der Alkoholeinfluss gleich häufig Unfallursache gewesen wie im Vorjahr. Von einem auf zehn Unfälle angestiegen ist die Ursache Drogeneinfluss.

Unfallorte verlagern sich

Bei den Unfallorten fand eine Verlagerung statt. Innerorts (von 438 auf 473) und auf der Autobahn (von 139 auf 151) sind die Unfallzahlen gestiegen, ausserorts sanken sie von 244 auf 208. Auf allen Verkehrsträgern bewegen sich die Zahlen unter dem langjährigen Mittel, innerorts um neun, ausserorts um 53 und auf den Autobahnen um 20 Unfälle pro Jahr. Mehr als die Hälfte der registrierten Verkehrsunfälle passieren innerorts.

6,4 Mio. Fr. Bussengelder

Bei allen Geschwindigkeitsmessungen – stationär, semistationär und fixe Anlagen – resultierten im Kanton Schwyz 79 960 (79 761) Ordnungsbussen sowie 1471 (1380) Anzeigen an die jeweils zuständigen Staatsanwaltschaften. Die Übertretungsquote bei
den Geschwindigkeitsüberschreitungen ist erneut leicht angestiegen und liegt neu bei 0,41 Prozent. Wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen mussten Ordnungsbussen in der Höhe von rund 6,4 Mio. Franken (5,9 Mio. Fr.) ausgestellt werden. Im Rahmen der täglichen Tätigkeiten des Verkehrs-kontrolldienstes und der Polizeipatrouillen stellte die Kantonspolizei weitere Ordnungsbussen im Betrag von insgesamt rund 890 000 Franken (rund 576 000 Franken) aus.

Die Kantonspolizei Schwyz sieht in diesen Zahlen bestätigt, dass ihre Präventionsarbeit Wirkung zeigt. «Die Kantonspolizei Schwyz wird im Rahmen der bewährten Drei-Säulen-Strategie in der Form von Information, Prävention und Repression weiterhin am Ball bleiben», ist in der Medienmitteilung zu lesen. Dabei setzt die Polizei auch auf moderne Mittel wie Videos auf Social-Media-Kanälen.

red