Home Region Sport Agenda In-/Ausland Magazin
Kanton
23.03.2020
24.03.2020 19:31 Uhr

Stand Kanton Schwyz: 80 bestätigte Fälle

Der Kanton Schwyz beobachtet die Situation des Coronavirus genau. So ist der Katastrophenstab jederzeit über die Anzahl der erkrankten Menschen im Bild. Erfreulicherweise starb bisher niemand am Virus.

von Johanna Mächler

Stand 24. März,19 Uhr, gab es im Kanton Schwyz 80 bestätigte Corona-Fälle. Das sagt Roland Wespi, Vorsteher des Amts für Gesundheit und Soziales in Schwyz, auf Anfrage. Von diesen erkrankten Personen halten sich die meisten zu Hause in Quarantäne auf. Sechs Personen mussten hospitalisiert werden. In welchen Spitälern sie sich befinden, sagt Wespi aus Datenschutzgründen nicht. Auch über den aktuellen Gesundheitszustand sind keine Auskünfte erhältlich.

Zur Frage des Materials spricht der Vertreter des Katastrophenstabs von «genügend Schutzmaterial – zurzeit». «Intensivbetten werden entsprechend der bundesrätlichen Ordnung bereit gehalten.» Diese Ordnung besagt unter anderem, dass Spitäler, Kliniken und Arztpraxen geöffnet bleiben, aber auf nicht dringend angezeigte medizinische Eingriffe und Therapien verzichten müssen. 

«Die Lage zeigt, dass die vom Bund verordneten Massnahmen auf Verständnis stossen.»
Roland Wespi, Vorsteher des Amts für Gesundheit und Soziales Kanton Schwyz

Tests erfolgen bei Verdacht

Besonders zu reden gibt immer wieder die Frage des Testens. Wäre es sinnvoll, mehr Tests zu machen, und wann sollten diese gemacht werden? Angesichts der langen Inkubationszeit des Virus erfolgen Tests gezielt dann, wenn ein Verdacht auf Covid-19 vorliegt. Damit halten sich auch die Schwyzer Behörden an die Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit (BAG), wie dies letztlich alle Kantone tun.

Offensichtlich stossen die Regeln des BAG bei der Schwyzer Bevölkerung auf «grosses Verständnis». Wespi hört vorwiegend positive Feedbacks; Anordnungen, vor allem was die Hygiene betrifft würden umgesetzt, das Verhalten angepasst. 

Kränzchen für Senioren 

Die besonders angesprochenen und im Lebensradius stark eingeschränkten Senioren «schicken» sich offenbar in diese Situation und bleiben daheim. Darüber ist man bei den Behörden dankbar. «Die bundesrätlichen Massnahmen beruhen auf Solidarität. Da müssen nun alle dranbleiben und wir hoffen, dass dies auch weiterhin gut funktioniert.» Die Älteren müssen daheim bleiben. Sie erhalten dieser Tage Hilfe von Jüngeren, aus den Familien und der Nachbarschaft, wo Menschen für andere unterwegs sind. 

Johanna Mächler