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Lifestyle
20.03.2020
19.03.2020 16:31 Uhr

Hände waschen mit einheimischem Schnaps

Der Schwyzer Augustin Mettler, Präsident des Verbandes «Die Schweizer Brenner», empfiehlt Schweizer Alkohol als Mittel gegen das Coronavirus.

Wussten wirs doch! Schnaps desinfiziert. Es müssen allerdings der richtige Schnaps und die richtige Anwendung sein. Nicht 20-jähriger Kirsch «intus», sondern hochprozentiger Alkohol in «Aussen-Anwendung». Dies empfiehlt der Verband «Die Schweizer Brenner», dessen Präsident der Schwyzer Augustin Mettler aus Seewen ist. 

«Besondere Rolle bei der Bekämpfung der Pest»

«Hochprozentiger Alkohol tötet Krankheitserreger ab», schreibt Mettler und verweist auf die Geschichte: «Schon im 13. Jahrhundert entdeckten die Mediziner die positiven Eigenschaften des -Alkohols. Aus dem Aqua ardens (Feuerwasser) der Alchemisten wurde Aqua vitae (Lebenswasser). Alkohol war -damals in erster Linie ein hervorragendes Desinfektionsmittel. Eine besondere Rolle spielte hochprozentiger Alkohol zur Bekämpfung der grossen Pest-Epidemien», so der oberste Schweizer Brenner. Erst viel später habe sich dann der Schnaps zum Genussprodukt entwickelt.

Die Erkenntnisse aus dem Mittel-alter seien nun wieder aktuell, so Mettler: «Viele Brennereien erhalten seit einigen Tagen Anfragen von Konsumentinnen und Konsumenten. Diese Betriebe sind fast immer in der Lage, auszuhelfen», so Augustin Mettler. Alkohol ab 70 Prozent habe eine besonders starke, desinfizierende -Wirkung. Und mit einer einfachen Rezeptur lasse sich leicht auch ein desinfizierendes Handgel selbst herstellen. Zur Rezeptur selbst äussert sich Mettler allerdings nicht.

Auf der Homepage www.die-schweizer-brenner.ch sind drei Brennereien in Ausserschwyz aufgeführt: Gebrüder Kümin, Freienbach; Jakob Bürgi-von Aarburg, Schindellegi, und Manfred Ziegler, Siebnen.

Stefan Grüter