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Sport
27.05.2021

König Fussball: Vorfreude und Frust

Bild: Pixabay/zvg
Nach den gestern beschlossenen Öffnungen wird nun auch ab Anfang Juni in Ausserschwyz von der 1. bis zur 4. Liga Fussball gespielt. Wir haben bei den sieben Klubs der Region den Puls gespürt.

Die Erleichterung ist nicht bei allen beteiligten Fussballklubs und Trainern greifbar. Im Juni dürfen Sportanlässe unter den gestern bekanntgegebenen Bedingungen wieder durchgeführt werden. Endlich ist ein Ende der wettkampflosen Zeit in Sicht. Es wird wieder Zeit für Begegnungen sowohl auf dem Spielfeld wie auch am Spielfeldrand. Die Gespräche über Sieg, Niederlage, den Schiedsrichter, verpasste Tormöglichkeiten, das klare, nicht geahndete Foul eines Gegners oder einfach ein Schwatz unter Freunden mit einer Wurst und einem Bier in der Hand, die haben vielen gefehlt. «Auch das darf nicht unterschätzt werden», sagt Tuggens Trainer Adrian Allenspach.

Die Saison wird definitiv gewertet

Die Spielkalender in der 1. Liga sowie in den diversen Regionalligen sind schon seit Tagen aufgeschaltet. Ein Indiz dafür, dass die Weichen im Hintergrund schon länger in Richtung Fortsetzung und Beendigung der Vorrundenspiele gestellt worden sind. Das bedeutet für die Fussballklubs, dass die Saison 2020/21 auch gewertet werden kann, dass Auf- und Absteiger wieder möglich sind.

«Es gibt immer Gewinner und Verlierer in einer solchen Situation», sagt Adrian Allenspach. Im letzten Jahr stand der FC Tuggen klar auf einem Aufstiegsplatz, als die Saison abgebrochen wurde, ebenso der FC Wollerau in der 3. Liga. Die Märchler sind auch in dieser Saison immer noch im Rennen um einen der direkten Aufstiegsplätze in die Promotion League. Aufstiegsspiele wird es in diesem Jahr keine geben, nach dem Gründungsjahr der Liga ein Novum. «Trotzdem wird es nicht unbedingt einfacher für uns, aufzusteigen», so Allenspach weiter.

Schwieriger gestaltet sich die Lage in Wollerau. In der unterbrochenen Saison sind die Höfner im Gegensatz zur letzten nicht auf Touren gekommen und stehen auf dem 7. Platz. Ein Aufstieg in die 2. Liga ist nach Abschluss der Saison kein Thema mehr. 

Gute Karten, in der nächsten Saison eine Liga höher die Fussballschuhe zu schnüren, haben die beiden Zweitligisten Interregional Lachen/Altendorf und Freienbach. Sie werden wohl den Aufsteiger in die 1. Liga unter sich ausmachen. Der Gruppensieger wird diesen Sommer automatisch aufsteigen. 

Die Märchler stehen in ihrer zweiten Saison in dieser Liga an der Spitze, gefolgt von den Höfnern, die nach einem verhaltenen Start einen veritablen Steigerungslauf hingelegt haben und nur noch zwei Punkte hinter Lachen/Altendorf liegen.

Wohl ein Abstieg

In der 4. Liga sieht es für Feus-isberg-Schindellegi zappenduster aus. Mit vier Punkten und nur noch einem ausstehenden Spiel sind die Chancen auf den Ligaerhalt nur noch minimal. Buttikon, das ebenfalls in der 4. Liga spielt, ist mit acht Punkten die Abstiegssorgen noch nicht definitiv los. Allerdings haben die Obermärchler vier Spiele Zeit, die für den Klassenerhalt wichtigen drei Punkte einzufahren. 

Am Donnerstag wird als Erstes die dritte Runde des Regionalcups gespielt. Feusisberg-Schindellegi trifft zuhause auf Horgen (2. Liga) und kann mit einem Weiterkommen gegen den Favoriten die Saison zwar nicht retten, aber noch verlängern. Wollerau spielt auswärts gegen den Viertligisten Bäretswil und könnte, ein Sieg vorausgesetzt, diese Spielzeit in einigermassen guter Erinnerung behalten.

Franz Feldmann, Sportredaktion March24 & Höfe24