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Altendorf
27.05.2021

Lockerungen: Ausserschwyz atmet auf

Noch ist nicht klar, ob der Siebner Märt wie im Jahr 2019 (im Bild) mit mehreren Tausend Besuchern durchgeführt wird, oder ob es wie im letzten Jahr eine abgespeckte Version gibt. Bild: il
Der Bundesrat hat gestern beschlossen, die Massnahmen gegen das Coronavirus weiter zu lockern. Bei den Ausserschwyzer Gastronomen, im Kultur- und Sportbereich sowie bei Veranstaltern herrscht mehrheitlich Freude.

Ab Montag können die Ausserschwyzer Restaurants auch ihre Tische im Innern wieder mit maximal je vier Besuchern besetzen, weiterhin mit Erhebung der Kontaktdaten aller Gäste. Auf der Terrasse sind neu sogar Sechsertische möglich. Am Tisch muss keine Maske getragen werden, wer sich jedoch im Restaurant bewegt muss eine Gesichtsbedeckung tragen. Für das Personal gilt weiterhin Maskenpflicht.

Andy Steiner, Co-Präsident von Gastro Ausserschwyz, freut sich über die neue Situation: «Die Gastronomen müssen und wollen wieder arbeiten», betont er. Es sei höchste Zeit für diesen Öffnungsschritt. Trotzdem dürfe man nicht vergessen, dass in der Gastronomie «immer noch massive Einschränkungen herrschen», die einen grossen Einfluss auf den Geschäftsgang haben. Er hofft bald auf weitere Öffnungen.

Die Schutzkonzepte in den Restaurants stellen die Wirte auf keine grosse Probe: «Alle sind schon so eingerichtet, wie sie sollten und viele wurden auch schon geprüft», betont Steiner.

Weiter wird ab Montag auch die Sperrstunde zwischen 23 und 6 Uhr aufgehoben – das erste Mal seit Inkrafttreten des neuen Gesetzes gibt es im Kanton Schwyz also gar keine Sperrstunde mehr. Dies sei jedoch fast vernachlässigbar, so lange Bars weiterhin zu bleiben müssen, ist Steiner überzeugt.

Bild: zvg

Alpamare weiterhin geschlossen

Auch Thermalbäder und Wellnesseinrichtungen dürfen wieder öffnen. Diese Vorgabe hilft jedoch dem Alpamare nicht, wie Parkdirektorin Martine -Oosting ausführt: «Wir sind ein Aquapark und müssen noch geschlossen bleiben», erklärt sie. Im Vorfeld -habe man dieses Thema mit dem Kanton Schwyz aufgenommen. Trotz Unterstützung des Kantons schaffte es die erhoffte Öffnung jedoch nicht bis in die neue Verordnung des Bundes. Im Alpamare wünscht man sich ein konkretes Datum für die Wiedereröffnung. Aktuell sind von über 100 Mitarbeitern etwa 90 in Kurzarbeit. Nur die Aussenanlagen oder bestimmte Bereiche des Alpamares zu öffnen, lohne sich für den Wasserpark in Pfäffikon nicht.

Im Wellenbad herrscht Ruhe und Dunkelheit. Bild: Patrizia Baumgartner

BOS will für Ständli proben

Ab nächster Woche darf auch in der Laien-kultur wieder in grösseren Gruppen geprobt werden. Die maximale Gruppengrösse liegt neu bei 50 Personen, die Flächenvorgabe für Blasmusiken wird von 25 auf 10 Quadratmeter pro Person angepasst. 

Das grösste Orchester der Region, das Blasorchester Siebnen, zählt rund 80 Mitglieder. Wie Präsident Roman Hutzmann erklärt, bedeute die neue Vorgabe, dass im Kraftwerk in 15er-Gruppen geprobt werden könne. «Wir werden heute Abend an der -Sitzung definitiv entscheiden, wie es weitergeht. Voraussichtlich beginnen wir nächste Woche mit den Proben, um uns auf die kirchlichen Ständli vorzubereiten.» Hutzmann hofft, dass die Winterkonzerte am dritten Advents-Wochenende im gewohnten Rahmen durchgeführt werden können. 

Kino am See plant

Seit Jahrzehnten führt die Dorfgemeinschaft Pfäffikon das Kino am See durch, auch schon letzten Sommer unter Corona-Auflagen. OK-Präsident Dominic Keller zeigt sich mit den angekündigten Lockerungen zuversichtlich, dass im nächsten August ein Kino in den Seeanlagen stattfinden kann. «Die Vorbereitungen laufen», bald treffe sich das OK zu einer Sitzung, um das weitere Vorgehen zu konkretisieren.

Bild: pp

Open Air Altendorf entscheidet Mitte Juni

Das OK des Haab a Looza in Altendorf, das am 21. und 22. August stattfinden soll, will Mitte Juni definitiv über eine Durchführung entscheiden. Wie OK-Präsident Romed Schwyter erklärt, hat das Areal eine Kapazität von rund 950 Personen. «Wir werden prüfen, ob der Anlass unter den Vorgaben umsetzbar ist», sagt Schwyter und fügt an: «Die meisten Bands, die im letzten Jahr dabei gewesen wären, haben bereits zugesagt.»

Siebner Märt soll stattfinden

Der grösste Anlass unserer Region, der Siebner Märt, geht traditionell eine Woche nach dem Bettag – heuer also vom 26. bis 28. September – über die Bühne. Nach den Plänen des Bundesrates könnten dann Gross-anlässe mit maximal 10 000 Personen stattfinden. «Auf dem Papier tönt das gut», sagt Patrick Schnellmann, der Präsident der Marktkommission Siebnen. Eine Durchführung hänge aber von den Rahmenbedingungen und Auflagen ab. «Es muss organisatorisch umsetzbar sein», führt Schnellmann aus. Einen Siebner Märt soll es aber auf jeden Fall geben. «Wir sind dabei, eine kleinere Version zu -planen.» Allenfalls würde das Areal ein-gezäunt und es -gäbe eine Besucherbeschränkung. Also ähnlich wie der «Luna Park light» im letzten Jahr. «Aber mit mehr Marktständen als Chilibahnen», so Schnellmann.

Bild: zvg

Diverse Anlässe schon abgesagt

In den letzten Wochen und Monaten wurden aber auch schon diverse Veranstaltungen in March und Höfen abgesagt oder verschoben. Zum Beispiel die Lachner Kulturgruppe Begägnig am Sey sagte das geplante Konzert auf dem Rathausplatz mit dem Orchester «con brio» vom 19. Juni ab, wie auch das Seebühnen Openair vom 17. Juli in den Hafenanlagen Lachen. Erst im August und Oktober sollen voraussichtlich wieder Anlässe der Kulturgruppe stattfinden.

Auch die beiden Seenachtsfeste in Rapperswil und Lachen zogen wegen «unsicherer Lage» bereits die Reissleine: Mitte Mai verschoben die Organisatoren von Rapperswil ihr Fest um ein Jahr, in den August 2022. Lachen verschob das Fest gleich auf Juli 2023, so dass der gewohnte Rhythmus der Seenachtsfeste zukünftig hoffentlich wieder stimmt.

Redaktion March24 und Höfe24