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Sport
24.05.2021
25.05.2021 11:15 Uhr

Joner Volleyballer suchen 400 Gönner für den Europacup

So sollen die neuen Trikots des TSV Jona in der neuen Saison aussehen, inklusive Namen der Gönner. Bild: zvg
Die Volleyballer des TSV Jona sammeln Geld für die Teilnahme ihres NLA-Teams am europäischen CEV-Cup. Die Idee ist, ihre Dresses mit den Namen von privaten Geldgebern bedrucken zu lassen.

Wir haben nach dem Cupsieg viele Anfragen von Privatpersonen erhalten, die uns unterstützen wollen», sagt Hajo Zwanenburg, der Präsident von TSV Jona Volleyball: «Von Personen, die keine Firma haben.» Jetzt schafft der Verein eine Möglichkeit für sie: Zum Preis von 100 Franken können Interessierte ihren Namen auf die Matchtrikots der Nationalliga-A-Mannschaft drucken lassen. Das Ziel ist es, 400 Namen aufdrucken zu können. 35 Personen hätten sich alleine am Montag, dem ersten Tag der Aktion, gemeldet, verrät Zwanenburg.

«Wir haben nach dem Cupsieg viele Anfragen von Personen erhalten, die uns unterstützen wollen.»
Hajo Zwanenburg, Präsident TSV Jona Volleyball

Mit den Einnahmen soll die Teilnahme am Europacup finanziert werden, für den sich die Joner durch den Sieg im Final des Schweizer Cups überraschend qualifiziert haben. «Da wollten wir natürlich unbedingt teilnehmen. Das haben wir schon nach dem Cupfinal gesagt. Wir wussten nur noch nicht, wie wir das finanzieren», erzählt Zwanenburg. Und ergänzt: «Ich bin überzeugt, dass wir das Geld zusammenbringen. Aber es gibt natürlich auch noch andere Projekte.»

Auf 20 000 Franken werden die Kosten für die zwei Spiele im CEV-Cup geschätzt. Ist das also falsch gerechnet mit den 400 Namen? «Nein», erklärt der Vereinspräsident. «Aber wir wollen natürlich noch eine Runde weiter kommen», erzählt er schmunzelnd. Selbst bei einem frühen Ausscheiden stünden noch zwei weitere Spiele an – im tieferklassigen Challenge Cup. «Ausserdem hätten noch viel mehr als 400 Namen auf den Trikots Platz.»

Platziert werden die Namen auf der Seite der Trikots, und die Joner Volleyballer werden mit diesen nicht nur die Europacup-Matches, sondern alle Spiele der neuen Saison bestreiten.

Filip Habr hat verlängert

Auch Zuspieler Filip Habr wird dabei sein: Er hat dieser Tage um ein weiteres Jahr verlängert. Dagegen ist unklar, ob die Aussenangreifer Nico und Luca Beeler weitermachen. «Wir haben mit ihnen abgemacht, dass sie sich erst im Juni oder Juli entscheiden müssen», erklärt Zwanenburg.

Ab kommendem Herbst messen sich die Joner dann, nach dem Rückzug von Basel, in der NLA mit noch sechs anderen Teams. Es sei natürlich traurig, dass es immer weniger Gegner gebe, sagt Zwanenburg. Die Joner arbeiten indes weiter an der Professionalisierung. An der GV soll über das Budget ein 40- bis 50-Prozent-Pensum für einen Geschäftsführer bewilligt werden.

Stefan Kleiser