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04.05.2021

Tödlicher Unfall: Ladekabel war defekt

Eine junge Frau erlitt in der Badewanne einen Stromschlag durch ihr angeschlossenes Handy. (Symbolbild) Bild: pexels
Nach dem tragischen Unfall einer St.Gallerin warnt der Bund vor dem USB-Ladegerät der Marke M2-Tec, das als potenziell gefährlich eingestuft wird. Zudem war das Ladekabel der 22-Jährigen defekt.

Die Nachricht aus Gossau erschütterte die Schweiz: Eine 22-Jährige ist durch einen Stromschlag in der Badewanne getötet worden. Sie bediente ihr Handy, das zum Aufladen ans Netz angeschlossen war.

Nebst dem vor Ort anwesenden Rettungsdienst mit Notarzt und mehreren Patrouillen der Kantonspolizei St.Gallen wurde der Kriminaltechnische Dienst der Kantonspolizei St.Gallen für die Abklärung des Unfallhergangs aufgeboten. Für die Betreuung der Angehörigen wurde die psychologische Erste Hilfe angefordert.

Gefahr eines elektrischen Schlages

Nun das Eidgenössische Starkstrominspektorat (Esti) am Montag eine Sicherheitswarnung herausgegeben: Es bestehe die Gefahr eines elektrischen Schlages.

Vor diesem USB-Ladegerät warnt das Eidgenössische Starkstrominspektorat (Esti). Bild: Esti

Bei der Verwendung zusammen mit einem Ladekabel können im eingesteckten Zustand die berührbaren Steckverbindungen des Ladekabels unter Spannung stehen, wie es in einer Mitteilung des Esti heisst. Dies sei mit einer möglichen Stromschlaggefahr verbunden.

Ladekabel der Frau war defekt

Von der Sicherheitswarnung betroffen sei einzig das steckbare USB-Ladegerät 0,8A Netzteil Adapter der Marke M2-TE, Modell V-4423.

Konsumenten, die ein solches USB-Ladegerät besitzen, werden vom Esti dringend aufgefordert, dieses nicht mehr zu benutzen. Sie sollen dem Starkstrominspektorat eine Mitteilung machen, wo sie das Gerät eingekauft haben.

Wie die Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen gegenüber dem «St.Galler Tagblatt» mitteilt, soll das Kabel der 22-Jährigen defekt und von einem Drittanbieter gewesen sein. Dies sei kausal für den Stromschlag gewesen. 

Linth24/sda