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Altendorf
22.04.2021
23.04.2021 14:35 Uhr

Kredit an Urne überwiesen

So soll sich das neue Bezirksschulhaus in Lachen inklusive Pausenplatz künftig präsentieren.
So soll sich das neue Bezirksschulhaus in Lachen inklusive Pausenplatz künftig präsentieren. Bild: zvg
Die Märchler Bezirksversammlung hiess die Rechnung 2020, die Nachkredite, die zusätzlichen Abschreibungen und eine Kreditabrechnung gut und überwies den Schulhaus-Projektierungskredit an die Urnenabstimmung.

Bekanntlich sind der Bezirk March und die Gemeinde Lachen seit mehreren Jahren daran, gemeinsame nötige Infrastrukturbauten am See in Lachen zu erstellen. Die Lösung scheint nun in Griffnähe. Der Bezirk March unterbreitete deshalb an der Bezirksversammlung vom Dienstagabend in der Mehrzweckhalle in Altendorf den Bürgerinnen und Bürgern einen Projektierungskredit über 1,1 Mio. Franken für den Erweiterungsbau auf dem Areal des Schulhauses am Park. Schulpräsident Michael Widrig stellte das Grobprojekt vor, das einen viergeschossigen Neubau mit flexiblen Lernräumen für 21 Klassen sowie diversen Nebenräumen vorsieht. Der Bau soll so ausgerichtet werden, dass mehrere Betriebskonzepte möglich sind. Neun weitere Klassen werden im Altbau untergebracht; Neubau und Altbau werden mit einem eingeschossigen Bauteil verbunden. Widrig sprach von 25,5 Mio. Franken, die dann letztlich für den Bau aufgewendet werden müssen, aber darüber folgt voraussichtlich im nächsten Jahr eine weitere Abstimmung.

Volksauftrag von 2017 umsetzen

Bezirksammann Paul Baumann erinnerte daran, dass mit dem Schulhaus-Erweiterungsbau der Bezirk den Volksauftrag von 2017 umsetze, denn damals sprach sich der Souverän für den Erwerb des Schulhauses am Park und den dreistufigen Ausbau aus, «jetzt erfolgt die dritte und letzte Etappe», so Baumann. «Es handelt sich nicht um ein Prestigeobjekt, sondern es ist schlichtweg nötig.» Verlässliche Zahlen würden zeigen, dass in acht Jahren 600 Schülerinnen und Schüler die Oberstufe in Lachen besuchen würden. Der jetzt vorgesehene Erweiterungsbau erhöht die Kapazität von derzeit rund 400 auf 600 Schülerinnen und Schüler.

Einseitige Abhängigkeit

Der Erweiterungsbau des Schulhauses am Park hängt mit den Projekten der Gemeinde Lachen zusammen, und zwar mit der von der Gemeinde geplanten Dreifachturnhalle. Wenn die Lachner Stimmberechtigten (Gemeindeversammlung in einer Woche) die Mehrzweckanlage ablehnen, kann der Erweiterungsbau nicht realisiert werden. Umgekehrt sind die Dreifachturnhalle und die Tiefgarage nicht vom Ja zur Erweiterung der Bezirksschule abhängig.

Kantonsrat Michael Spirig (GLP, Buttikon) erkundigte sich nach der Energieversorgung, was laut Bezirksammann Baumann im Rahmen des Detailprojektes aufgezeigt werde. Und Heinz Meier fragte nach dem Verkehrskonzept, was laut Baumann in den Aufgabenbereich der Gemeinde Lachen falle. Hier versicherte der Lachner Gemeindepräsident Emil Woodtli, dass nicht mit wesentlichem Mehrverkehr gerechnet werden müsse und dass ein Verkehrsgutachten vorliege.

Die Stimmberechtigten überwiesen den 1,1-Mio.-Fr.-Projektierungskredit an die Urnenabstimmung vom kommenden 13. Juni. 

Rechnung verabschiedet

Zuvor hiessen die Bezirksbürgerinnen und Bezirksbürger die Rechnung 2020, Nachkredite und zusätzliche Abschreibungen sowie die Kreditabrechnung für den Studienauftrag Schulinfrastrukturen gut. Bezirkssäckelmeister Roland Mischler präsentierte die entsprechenden Zahlen, wonach insbesondere die Rechnung 2020 um rund 3,2 Mio. Fr. besser abschliessen konnte als budgetiert. Die Bezirksversammlung konnte schliesslich nach eineinhalb Stunden geschlossen werden.

Bild: Spital Lachen

Spital Lachen rutscht wegen Corona in die roten Zahlen

Zu Beginn der Märchler Bezirksversammlung vom Dienstagabend informierte Franziska Berger, CEO der Spital Lachen AG, sowohl über die Corona-Situation als auch über die Finanzlage des Spitals, in dessen Aktionariat sich die Bezirke March und Höfe teilen.

Corona hat in der ersten Welle am Spital Lachen für einen Ertragsausfall von drei Millionen Franken gesorgt. Hier hofft man nun auf den Kanton, doch zeichne sich derzeit ab, dass das Spital rund eine Million Franken selber tragen müsse. Während die Spital Lachen AG im Vorjahr noch ein Plus von rund drei Millionen Franken erwirtschaftete, steht nun ein Minus von 64'000 Fr. zu Buche.

Zum Neubauprojekt «Futura» führte Berger aus, dass künftig 100 Prozent der Leistungen in einem Gebäude erbracht werden können. Das Kostendach betrage 105 Mio. Franken, und derzeit würden Verhandlungen bezüglich Finanzierung geführt.

Stefan Grüter, Redaktion March24/Höfe24