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Wollerau
13.02.2020

Beschwerde gegen DBZW eingegangen

Die Nachbarschaft erhebt Beschwerde gegen die Baubewilligung für das Dorf- und Bildungszentrum Wollerau.

Das Grossprojekt eines Dorf- und Bildungszentrums Wollerau (DBZW) ist einen Schritt weiter – allerdings einer, der eine weitere Verzögerung verursacht: Auf die Baubewilligung des Gemeinderats im Dezember ist fristgerecht eine Beschwerde eingegangen.

Widerstand wurde angekündigt

Zur Erinnerung: Das Bauvorhaben im Schulhausareal mitten im Dorf für fast 31 Millionen Franken soll ein «Befreiungsschlag im Bildungsbereich» für die Primarschule, die Musikschule, den Hort und die Krippe, und inklusive Aula, Lernschwimmbecken und Mediathek auch für die Dorfbevölkerung werden. Dem ambitionierten Vorhaben erwuchs anfangs des letzten Jahres aber erbitterter Wider-stand. Ein Komitee «für e gsunds + zukunftsgrichtets Wollerau» tauchte auf und reichte die Pluralinitiative «Stop beim Neubau Dorf- und Bildungszentrum» ein. Mit vereinten Kräften konnten die Befürworter des DBZW zwar die Abstimmung im Mai 2019 knapp für sich entscheiden. Dennoch bleibt die Gegnerschaft hartnäckig. So hatte damals ein Anwohner an der Gemeindeversammlung unmissverständlich klar gemacht, dass er das Projekt durch alle irgendwie möglichen Instanzen ziehen werde.

Mit der Beschwerde gegen die Baubewilligung scheint er sein «Versprechen» zu halten. «Diese kam nicht unerwartet», bestätigt Wolleraus Gemeindeschreiber Andreas Meyerhans auf Anfrage den Eingang einer Beschwerde. Allerdings sei diese die einzig verbliebene, mit anderen Einsprechern konnte sich der Gemeinderat Wollerau im vergangenen Herbst nach der gewonnenen Abstimmung einigen.

In den nächsten Wochen werde die Gemeinde Wollerau nun die Stellungnahme gegen die Beschwerde zuhanden des Schwyzer Regierungsrats verfassen, welcher dann einen nächsten Entscheid zu fällen hat, so Meyerhans. Mit dem Verwaltungs-gericht und dem Bundesgericht dürften dann gemäss Ankündigung wohl noch zwei weitere Instanzen zum Zug kommen. Auf eine Prognose, wie gross die Verzögerung wegen der aktuellen Beschwerde sei, will sich der Gemeindeschreiber deshalb schon lieber gar nicht einlassen.

Andreas Knobel