Feusisberg
12.02.2020
12.02.2020 08:56 Uhr

Längere Ferien wegen Coronavirus

Das Corona-Virus wirft international Wellen. Um die Ansteckungsgefahr zu verkleinern haben auch einige Ausserschwyzer Unternehmen die Ferien zum Chinesischen Neujahr verlängert.

In Ausserschwyz sind zahlreiche internationale Firmen beheimatet, manche betreiben auch in China Ableger. Der Ausbruch des Corona-Viruses in China trifft den dortigen Werkplatz empfindlich. Zahlreiche Schweizer Firmen verlängerten deshalb die chinesischen Neujahrs-Ferien.

So zum Beispiel Kühne + Nagel mit Sitz in Schindellegi. «Die Sicherheit unserer Kolleginnen und Kollegen hat höchste Priorität, deshalb bleibt unser Büro in Wuhan bis am 17. Februar geschlossen und unsere Kolleginnen und Kollegen arbeiten von zu Hause aus», so Dominique Nadelhofer, Chef der Kommunikationsabteilung der Kühne + Nagel Management AG. Auch an den anderen Standorten in China habe man zusätzliche Präventivmassnahmen ergriffen. «Wir sind täglich im Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen vor Ort, haben aber niemanden zurückbeordert.»

Die Arbeiten laufen wieder

Die OC Oerlikon mit Niederlassung in Pfäffikon beschäftigt in China rund 1700 meist lokale Mitarbeiter, die nur wenig mit Europa zu tun haben. Unterdessen seien vereinzelte Mitarbeiter aus Deutschland wieder nach Hause zurückgekommen, so Andreas Schwarzwälder, Head of Group Communications & Marketing.

Die Ferien übers Chinesische Neujahrsfest wurden an allen 20 Oerlikon-Standorten in China verlängert, unterdessen laufen die arbeiten wieder. Ansonsten gelten die normalen Vorsichtsmassnahmen, wie das Vermeiden von Reisen, so weit möglich. Den Kontakt zueinander zu vermeiden sei jedoch schwierig, beispielsweise in der Produktion ist Home Office ein Ding der Unmöglichkeit. 

Keine eigenen Niederlassungen

Die Estée Lauder AG Lachen selber unterhält keine Niederlassungen in China, heisst es auf Anfrage. Wie jedes Jahr treffe das Unternehmen in der Grippesaison entsprechende Massnahmen, seine Crew entsprechend zu schützen.

Auch Bosch Rexroth in Buttikon hat selber keine Angestellten die in China tätig sind und aktuell auch keinen Besuch von asiatischen Mitarbeitern. Der Konzert verfolge die Entwicklung natürlich und halte sich an die WHO-Empfehlungen, so Susanne Gehrling von der Kommunikationsabteilung der Bosch Rexroth AG.

Patrizia Baumgartner