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Siebnen
03.03.2021

"Happy Day" baute in Siebnen um

Bild: zvg
Ursula Mahler und ihr Sohn Tobias aus Siebnen wurden vor Kurzem vom Umbau-Team der SRF-Sendung «Happy Day» überrascht.

«Wir waren überrumpelt und baff und haben überhaupt nicht damit gerechnet», beschreibt Ursula Mahler den Tag im November, als plötzlich Kiki Mäder und das «Happy Day»-Team in ihrer Küche standen. Sie habe zwar gehört, dass jemand die Treppe heraufkomme, aber gedacht, dass das ihr Vater sei, der im unteren Stock wohnt. «Und plötzlich standen da fremde Leute mit Kameras», erinnert sich die gebürtige Jonerin, die seit mehr als 30 Jahren in Siebnen wohnt. Nach dem Tod ihres Mannes im vergangenen Jahr und dem Auszug ihrer Tochter lebt die 56-Jährige dort zusammen mit ihrem 24-jährigen Sohn Tobias. 

In der Sendung sprechen die beiden über ihre Vergangenheit – über die Krankheit und den Tod von Vater und Ehemann Bruno sowie über die Depressionen von Tobias. «Das ganze Team war sehr nett. Wir fühlten uns nicht bedrängt oder genötigt, einen Seelenstriptease zu machen», so die Siebnerin. Sie hätten selbst entscheiden können, was sie erzählen möchten und was nicht. Da nur ein Kameramann vor Ort war, mussten einige Szenen mehrfach gedreht werden. «Ich finde, dass das Fernsehen das sehr gut gemacht hat. Es war berührend, aber nicht kitschig», resümiert Mahler.

«Das Zimmer hat jetzt eine ganz andere Energie»

Für den Umbau bei «Happy Day» angemeldet wurde Ursula Mahler von einer Kollegin, mit der sie einst Faustball gespielt hat. Diese musste im Vorfeld Fotos der Wohnung der Familie Mahler einschicken. «Wir wussten, dass wir angemeldet sind, aber nicht, dass wir in der engeren Auswahl sind», stellt Mahler klar. 

Vom 11. bis 24. Januar war das Umbau-Team bei Mahlers zu Hause. Die erste Woche erholten sich die beiden in Davos, die zweite Woche verbrachten sie in einer Ferienwohnung in Wangen. Ursula Mahler ging davon aus, dass das Schlafzimmer ihres Sohnes und das Badezimmer umgebaut werden. Als sie in ihr Zuhause zurückkehrte, kam die Überraschung: Auch ihr Zimmer erstrahlte in neuem Glanz. «Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet», freut sie sich. Die neuen Räume würden ihr sehr gefallen, sagt sie. «Aber ich hatte da auch keine grosse Angst. Das sind ja Profis. Andrin Schweizer (Innenarchitekt) hat sich von dem, was wir erzählt haben, inspirieren lassen», führt Ursula Mahler aus. So sind vor allem im Zimmer des 24-jährigen Tobias die SCRJ Lakers allgegenwärtig – sind doch die Mahlers grosse Fans des Eishockeyvereins. Tobias jetziges Schlafzimmer war vorher das Krankenzimmer des Vaters. «Es hat jetzt eine ganz andere Energie, die weniger schönen Erinnerungen sind am Verblassen», sagt die 56-Jährige. 

Durchwegs positive Reaktionen 

Die Mahlers haben nach der Sendung viele Reaktionen erhalten. «Durchwegs positive», wie Ursula Mahler sagt. So habe sich unter anderem ein früherer Arbeitskollege gemeldet, den sie seit 30 Jahren nicht mehr gesehen habe. Auch im Hüttli in Lachen, wo sie arbeitet, sei sie oft angesprochen worden. «Teilweise wird auch getuschelt», sagt sie. Und auch Reaktionen der Lakers blieben nicht aus. Tobias habe auf den Sozialen Medien Freundschaftsanfragen von jungen Frauen erhalten, die ihn kennenlernen möchten. «Aber er hat ja einen Schatz», fügt sie lachend an.

Bild: il
Irene Lustenberger, Redaktion March24/Höfe24