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Kanton
23.01.2021

Ein Viertel der öffentlichen Ausgaben geht für die Bildung drauf

Im Kanton Schwyz entfallen 25,8 Prozent der öffentlichen Gesamtausgaben auf den Bereich Bildung. Der mit Abstand grösste Ausgabenposten ist dabei die Besoldung des Personals.

"Das höchste Gut und allein Nützliche ist die Bildung", heisst es in einem Aphorismus aus dem Jahre 1798 des deutschen Kulturphilosophen und Schriftstellers Friedrich von Schlegel. Dass die Bildung in vielerlei Hinsicht wichtig ist, um die Herausforderungen der Zukunft bewältigen zu können, zeigt die Tatsache, dass politisch motivierte Sparübungen in diesem Bereich selten gut ankommen bei der Bevölkerung. Die aktuellsten verfügbaren Daten des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigen, dass im Kanton Schwyz im Jahr 2018 25,8 Prozent – also gut ein Viertel – der öffentlichen Gesamtausgaben in den Bildungsbereich flossen. 

492 Millionen für die Bildung

Von den Zentralschweizer Kantonen geben Luzern (30,2 Prozent), Zug (28,4) und Nidwalden (27,2) anteilsmässig mehr aus, Uri (22,9) und Obwalden (24,8) weniger. Schweizweit am höchsten ist der Wert mit 34,6 Prozent im Kanton Freiburg. Über die Jahre hat der Anteil der Bildungsausgaben im Kanton Schwyz abgenommen. Im Jahr 2008 lag er noch bei 29,8 Prozent. Absolut haben sie aber um 76 Millionen auf 492 Mio. Franken zugenommen.

Am stärksten ins Gewicht fallen bei den Ausgaben die Besoldungskosten. Für die Löhne der Lehrpersonen wendete man 2018 im Kanton Schwyz knapp 246 Mio. Franken auf, 192 Millionen entfallen dabei auf die obligatorische Schule, danach folgt mit weitem Abstand die Berufliche Grundbildung mit gut 18 Mio. Franken. Die Besoldung an Sonderschulen (11,9 Mio. Franken), Allgemeinbildenden Schulen (12,8) und Hochschulen  (10,9) schlägt mit insgesamt 35,6 Mio. Franken zu Buche. Die Löhne des übrigen Personals summierten sich über alle Schulen hinweg auf 49,5 Mio. Franken. Rund 80 Prozent der Lohnkosten sind somit jeweils dem Lehrpersonal geschuldet. 

«246 Mio. Franken werden im Kanton Schwyz jährlich für die Begleichung der Lohnkosten des Lehrpersonals fällig.»

4,9 Prozent des BIP

Im Jahr 2018 haben Bund, Kantone und Gemeinden 38,9 Milliarden Franken für Bildungszwecke ausgegeben. Dieser Betrag entspricht 17,6 Prozent der gesamten öffentlichen Ausgaben und 5,4 Prozent des Bruttoinlandprodukts. Für den Kanton Schwyz wird ein BIP-Anteil von 4,9 Prozent ausgewiesen. Im internationalen Vergleich liegt die Schweiz beim Anteil der Bildungsausgaben am BIP im Bereich des OECD-Durchschnitts von 4,8 Prozent. Am höchsten sind diese Anteile in Norwegen (7,3 Prozent) und Dänemark (7,2 Prozent) und am tiefsten in Ungarn (3,3 Prozent).

Mit Ausnahme der Kantone Basel-Stadt, Genf, Bern und Tessin werden in allen Kantonen die Hälfte der öffentlichen Bildungsausgaben oder mehr für die obligatorische Schule (inkl. Sonderschulen) ausgegeben. Im Kanton Schwyz sind es gut 304 Millionen Franken, also knapp 62 Prozent.

Daniel Koch, Redaktion March 24 & Höfe 24