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Altendorf
18.01.2021

Wohin mit all dem Schnee?

Bild: hrr
Der Umwelt zuliebe prüft das Schwyzer Amt für Umweltschutz, an welchen Stellen der Schnee abgelagert werden darf. Ein Merkblatt gibt darüber Auskunft, wie die Ausserschwyzer den Schnee entsorgen sollten.

«In den vergangenen Jahren wurden mehrfach Schäden an Gewässern und Infrastrukturen durch Schneeablagerungen verursacht», schreibt das Amt für Umweltschutz in einer Medienmitteilung. Dies hätte dazu geführt, dass die mit Schnee überhäuften Kippstellen, Unordnung hinterliessen, Gewässer verschmutzten und Infrastrukturen beschäftigten. Dies beeinträchtige die Wasserlebewesen, zum Beispiel Fische. 

Deponie nur an geprüften Orten

So prüfte zuständige Fachstelle, welche Stellen sich für Schneeablagerung eignen würden. Die geeigneten Orte wurden anschliessend auf der Schneeablagerungskarte eingezeichnet. Im Internet ist ersichtlich, welche Stellen in der Ausserschwyz markiert wurden, genutzt werden können – unterteilt in uneingeschränkte Nutzung, nur bei Grossereignis oder nur bei Extremverhältnissen.

Die Karte zeigt in der March, dass Gemeinde und Kanton uneingeschränkt den Schnee an gewissen Stellen an der Wägitaler Aa sowie am Mühlebachkanal entsorgen können. Höfner Gemeinden bedienen sich uneingeschränkt am Zürichsee und am Sarenbach, Krebsbach und Rütibüelbach.

Wer darf  Schnee entsorgen?

«Die in der Schneeablagerungskarte definierten Stellen dürfen nur durch die öffentlichen Dienste genutzt werden. Private sind aufgefordert, den Schnee nicht in die Gewässer zu kippen», heisst es in der Medienmitteilung weiter. In der Bildlegende werden die Abkürzungen auf der Karte erklärt. Somit ist es klar, ob die Stelle von Kanton, Gemeinde und/oder vom Bezirk genutzt werden kann. 

Grundsätze für bessere Umwelt

In einem Merkblatt des Amts für Umweltschutz werden fünf Grundsätze zur korrekten Schneeablagerung im Kanton Schwyz definiert. So heisst es, dass auf Schwarzräumung verzichtet werden soll und dass nur Schnee, der nicht älter als 48 Stunden ist und nur mässig belastet wurde, in den Gewässern eingebracht werden darf. Private sollen den Schnee vor Ort lagern, insbesondere gilt dies für private Plätze und Strassen. «Wo möglich ist der Schnee liegen zu lassen.»

Auch der Einsatz von Salz soll klein gehalten werden. Die Chemikalien im Salz schaden der Umwelt, da das Salz weder in Kläranlagen, noch im Untergrund abbauen lässt.

Nicole Dürst, Redaktion March24 & Höfe 24