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Sport
08.01.2021

Das läuft sportlich am Wochenende

Ladina Jenny (r.) und Dario Caviezel starten zum Heimrennen in Scuol. (Bild: Franz Feldmann)
An diesem Wochenende stehen Ausserschwyzer Sportler wieder im Einsatz.

Bob: Alle gegen die Deutschen

Auf den deutschen Bobbahnen ist in den letzten Jahren mehrfach eines klar geworden: Sind deutsche Teams am Start, bleiben für die internationale Konkurrenz nur noch die Brosamen. Allenfalls liegt eine Bronze-, im besten Fall eine Silbermedaille drin. Dieses Szenario ist auch an diesem Wochenende in Winterberg zu erwarten. Am Samstag finden die Zweierbob-, am Sonntag die Viererbobrennen statt. 

Am Start wird auch der Wangner Michael Vogt (im Bild) sein. Er kommt anstelle von einigen Trainingsfahrten in St. Moritz über die Feiertage im Gepäck mit leeren Händen nach Winterberg. Er musste die wertvollen Trainingstage zuhause in Quarantäne verbringen. Ob er an die guten Resultate im kleinen Schlitten von Sigulda mit drei Podestplätzen zu Beginn des Winters anknüpfen kann, ist unter diesen Umständen fraglich. «Wir nehmen es so, wie es kommt, denn im Moment ist es schwer zu sagen, wie wir im Vergleich zu der internationalen Konkurrenz stehen», blickt Vogt auf die Rennen am Wochenende voraus. «Das Ziel an den Europameisterschaften ist sicher, unter die Top-6 zu fahren, zumindest die Top-10 zu erreichen.» Damit könne er «wohl zufrieden sein». 

Im Viererbob, wo in dieser Saison im Weltcup noch kein Rennen ausgetragen worden ist, hat der Wangner nur Aussenseiter-Chancen auf einen Podestplatz. Nicht am Start sein werden die starken Letten, die wegen der Corona-Pandemie zuhause bleiben müssen. 

Michael Vogt steht an der WM in Winterberg am Start. (Bild: Keystone)

Snowboard: Jenny und Caviezel bereit für das Heimrennen

Nach der Weihnachtspause steigen am kommenden Wochenende auch die Schweizer Alpin-Snowboarder wieder ins Geschehen ein. Am Samstag wird in Scuol ein Parallel-Riesenslalom ausgetragen (Ausgabe von gestern). Am Start steht auch die in Wangen wohnhafte Ladina Jenny. Sie will nach dem fünften Platz zum Saisonstart in Cortina und dem zweiten Platz in Carezza an die guten Leistungen aus dem alten Jahr anknüpfen. Sie gehört auch in Scuol zum erweiterten Favoritenkreis auf ein gutes Resultat. 

In die richtige Richtung zeigt die Formkurve bei Jennys Freund, dem ebenfalls in Wangen wohnhaften Dario Caviezel. Nachdem er im ersten Rennen in Cortina als 36. noch die Qualifikation für den Wettkampf der besten 32 verpasst hatte, konnte er in Carezza mit Platz drei in der Quali und Rang sechs im Rennen ein gutes Resultat erzielen. Die Voraussetzungen für das «Snowboardcouple», wie sich die beiden auf Instagram nennen, sind also gut. 

«Wir arbeiten beide am ersten Weltcupsieg», sagt Ladina Jenny lachend. Auch Freund Dario hat in den letzten Tagen «sehr gut sowohl Slalom als auch Riesenslalom trainiert» und will den Schwung aus Carezza mitnehmen. Dass den beiden der Hang im Engadin liegt, haben sie mit Podestplätzen in der Vergangenheit bewiesen. Speziell: Beide Väter sind als Helfer im Rutschteam dabei.

Ski Alpin: Schwyzerinnen in St. Anton am Start

Nach einer längeren Weihnachtspause ohne Speedrennen treten die Schwyzer Speedfahrerinnen am Wochenende in St. Anton an. Im Schweizer Aufgebot stehen nicht weniger als vier aus dem Kanton. So werden Corinne Suter (Schwyz), Jasmina und Juliana Suter (beide Stoos) sowie Wendy Holdener (Unteriberg) zu den beiden Rennen starten. 

Eine Favoritenrolle kann dabei der Hauptörtlerin Corinne Suter (im Bild) zugeordnet werden. Nachdem sie in den ersten drei Speedrennen der neuen Saison in Val d’Isère dreimal auf das Podest fuhr (ein Sieg), gehört sie auch auf der schwierigen Piste am Arlberg zu den heissesten Anwärterinnen auf einen Triumph. Für Jasmina und Juliana Suter wird es vor allem darum gehen, wieder in die Weltcuppunkte zu fahren. Wendy Holdener wird erstmals in dieser Saison ein Speedrennen bestreiten. Die Abfahrt wird am Samstag ausgetragen, zum Super-G starten die Damen am Sonntag.

Die Schwyzerin Corinne Suter geht in St. Anton als Mitfavoritin an den Start. (Bild: Keystone)

Eishockey: Lakers auf Wiedergutmachung aus

Am Samstagabend empfangen die SCRJ Lakers in der heimischen SGKB-Arena mit dem HC Ambri-Piotta einen direkten Konkurrenten. Gegen die Leventiner wollen die Lakers endlich mal wieder gewinnen, nachdem ihnen der Start ins Jahr gründlich missglückt ist. 14 Gegentore haben die Rosenstädter in ihren ersten beiden Partien gegen Genf und die ZSC Lions kassiert und nur einen Treffer erzielt. Hinzu kommt die Verletztenliste, die in dieser Woche mit Kay Schweri einen weiteren Namen zu verzeichnen hat. Dazu fehlten in Zürich Steve Moses, Julian Payr und Dominik Egli. Und gerade jetzt wartet auf die Lakers ein happiges Programm mit zehn weiteren Partien nur schon bis Ende Januar. 

Noch länger sollte die Verletztenliste der Lakers in den nächsten Wochen eigentlich nicht werden. Das intensive Programm und die entsprechend kurzen Erholungsphasen dürften das Verletzungsrisiko aber noch erhöhen. 

Lars Morger, Sportredaktion March24 & Höfe24