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Sport
07.01.2021

Lohnreduktionen werden bei den Lakers «sehr herausfordernd»

Lakers-Geschäftsführer Markus Bütler geht die Arbeit nicht aus. (Bild: Franz Feldmann)
Das Coronavirus und die (finanziellen) Auswirkungen sind derzeit ein Thema, das die Schweizer Eishockeyklubs beschäftigt. Lakers-CEO Markus Bütler nimmt Stellung zu den Bundesbeiträgen.

In den beiden höchsten Schweizer -Eishockeyligen, der National und der Swiss League, nehmen 18 von 24
Klubs ein zinsloses Darlehen in Anspruch. Zu diesen gehören auch die Rapperswil-Jona Lakers. «Ja, wir haben dieses Darlehen beantragt», bestätigt Lakers-Geschäftsführer Markus Bütler. Ob die Rapperswil-Joner zusätzlich einen A-fonds-perdu-Beitrag beanspruchen wollen, sei hingegen noch nicht abschliessend entschieden, betont Bütler. «Um diese A-fonds-perdu-Beiträge zu erhalten, müssten wir weitere Bedingungen, unter anderem Lohnreduktionen, erfüllen. Das wird bei uns sehr herausfordernd.» Die Lakers hätten schon auf den Beginn dieser Saison auf einen fünften Ausländer verzichtet und das Kader-Budget reduziert. «Weniger Spieler im Kader zu haben als aktuell, ist praktisch unmöglich.» Als weitere Sparmassnahme hatten sich die Angestellten der Lakers im Oktober zudem einverstanden erklärt, auf eine gewisse Lohnsumme zu verzichten.

Nicht leicht umsetzbar

Als Knacknuss erachtet Bütler die verlangte Reduktion der Löhne über 148 200 Franken für die kommenden fünf Jahre. «Die Gesamt-Lohnsumme um 20 Prozent zu reduzieren, tönt in der Theorie einfach, ist in der Praxis jedoch nicht einfach umsetzbar. Bestehende Verträge abzuändern, bedarf einer Änderungskündigung, welcher der Arbeitnehmer zustimmen muss», so Bütler. Gleichzeitig muss man mit den Reduktionen weiterhin konkurrenzfähig bleiben innerhalb der Liga. Aufgrund der Geisterspiele ist der Bezug der A-fonds-perdu-Beiträge fast ein Muss. Positiv ist, dass zahlreiche Saisonkartenbesitzer, Sponsoren und Gönner den Lakers entgegenkommen und auf eine Rückerstattung ihrer Leistungen verzichten.

Ruedi Gubser, Südostschweiz